Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° Regen

Navigation:
„Keine Spur von Rebellion“

Das 42. Studentenfilmfest „Sehsüchte“ in Potsdam enttäuscht seine Juroren / 120 Filme in sechs Tagen „Keine Spur von Rebellion“

Paarungswillige Katzen, ein einsamer Flaneur in der Großstadt, die schönste Liebeserklärung, die je an eine Häuserwand projiziert wurde oder junge Menschen in St.

Voriger Artikel
Probezeit bestanden
Nächster Artikel
Aus der Zeit

Das Sehsüchte-Team mit dem Flammen-Logo.

Quelle: Johanna Bergmann

POTSDAM. Petersburg, die sich mit Lust Haken in ihren Rücken schlagen, um sich dann in vier Metern Höhe daran aufzuhängen – das Programm des 42. Internationalen Studentenfilmfestivals „Sehsüchte“ ist bunt gemischt, in jeder Hinsicht.

Aus 1000 Filmeinreichungen wählten die studentischen Programmmacher der Potsdamer Filmhochschule „Konrad Wolf“ (HFF) 120 Spielfilme, Dokus, Animationen und Musikvideos aus 22 Ländern aus. „Wir zeigen Werke, die mit sehr unterschiedlichen Budgets entstanden sind, die erzählerisch und ästhetisch über Grenzen gehen. Unser Thema in diesem Jahr heißt Excess“, sagt Hauke Bartel von der Festivalleitung. Eine hochkarätige Jury vergibt nach sechs Festivaltagen am Sonntag (28. April) Preise an die talentiertesten Künstler. Die Regisseure Andreas Dresen, der einst selbst an der HFF studiert hat, und Marc Rothemund, die beide in der Spielfilmjury sitzen, haben ihre Wahl schon getroffen – aber natürlich noch nichts verraten. Nur soviel: Sie waren angetan von der Bandbreite der Filme, aber insgesamt enttäuscht: „Ich hatte mir das, was junge Filmemacher an- und umtreibt, radikaler und politischer vorgestellt“, so der Potsdamer Dresen. „Keine Spur von Rebellion, stattdessen drehen sich viele Filme um Probleme in der Familie“, meint auch Rothemund.

Ob das die Festival-Besucher ebenfalls so sehen, darüber lässt sich in vielen Workshops trefflich streiten. Denn wie üblich gibt es bei den „Sehsüchten“ ein attraktives Rahmenprogramm. Erstmals findet in Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) ein „Connecting-Film“-Tag statt, der aufzeigt, wie Studenten internationale Partner finden. Ebenfalls neu ist in diesem Jahr der Festivalcampus. Alles spielt sich zentral auf dem Gelände der Medienstadt ab. Neben den beiden HFF-Kinos wird nach zehnjähriger Pause wieder in das ehemalige Defa-70-Kino, jetzt Rotor Kino, eingeladen.

Wer nach vielen Vorführungen Bewegung braucht und Green Screen nicht mehr vom echten Rasen unterscheiden kann, lässt sich das traditionelle Fußballturnier in Babelsberg nicht entgehen. Oder geht am späten Abend auf die Partys, zu denen Berliner Bands musizieren. (Von Claudia Palma)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen des Potsdamers Hafemeister

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg