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Keine Vergabe von FH-Waben an Privatleute

Fachhochschule am Alten Markt Keine Vergabe von FH-Waben an Privatleute

Kein Sternenregen für private Interessenten: Nach und nach werden jetzt die sternförmigen Waben-Elemente an der Fachhochschule am Alten Markt entfernt. Der Sanierungsträger wollte die Elemente neben öffentlichen Institutionen auch Privatleuten zukommen lassen. Nun sieht man von dieser Idee wieder ab. Vorerst zumindest.

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Architekt Wolfgang Kärgel „erfand“ die Waben.
 

Quelle: Foto: Gartenschläger

Potsdam.  Für die Vergabe der sternförmigen Waben-Elemente an der Fassade der FH am Alten Markt haben sich der Sanierungsträger Potsdam und die Abriss-Kritiker auf einen Kompromiss geeinigt: Die geplante Übergabe an private Interessenten ist vorerst auf Eis gelegt.

Bislang hatten sich bereits 300 Privatleute gemeldet, die gerne eines der markanten Elemente haben würden. Wie berichtet, hatte die Initiative „Stadtmitte für alle“ zuletzt „ein Gespräch auf Augenhöhe

 

Um die Waben-Elemente ging es auch am Dienstagnachmittag bei einem Pressetermin von „Stadtmitte für alle“ und der BI „Potsdamer Mitte neu denken“ mit Sprecher Steffen Pfrogner. Ihnen war es gelungen, den Architekten und Gestalter der Sterne für einen Zeitzeugenbericht zu gewinnen. Wolfgang Kärgel machte keinen Hehl daraus, dass er von einer Übergabe der Waben an Private nicht viel hält. „Wenn ich mir vorstelle, dass das in einem Vorstadtgarten steht mit einem italienischen Baumarktbrunnen und sieben Gartenzwergen, wird mir weh ums Herz“, sagte der 78-jährige Potsdamer. Die Sterne seien folgendermaßen inspiriert worden: „Aus der Übung, Papier zu falten.“ Damals sei es darum gegangen, die Industriefassade so aufzuwerten, dass sie genehmigungsfähig für die Abnahme beim Stadtarchitekten war, erzählte Kärgel.

Auch Hiltrud Berndt, Grünplanerin des Staudenhofs, berichtete von ihren Erinnerungen. Dass die Staudenhof-Freifläche im Hinblick auf den Bau der Wohnkarrees auf dem FH-Areal bald zum Teil abgetragen wird, mache sie „wehmütig“, so Berndt: „Andererseits finde ich es bemerkenswert, dass sich junge Leute diesem Thema noch mal mit Herzblut widmen“, sagte sie mit Blick auf die FH-Abrissgegner.

Von Ildiko Röd

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