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Potsdam Keine Zeltstädte, keine Turnhallen
Lokales Potsdam Keine Zeltstädte, keine Turnhallen
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00:36 22.08.2015
OB Jann Jakobs (r.) und Kis-Chef Bernd Richter in der Flüchtlingsunterkunft in Groß Glienicke. Quelle: Jacqueline Schulz
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Potsdam / Potsdam-Mittelmark

Auf mehr als doppelt so viele Flüchtlinge als am Jahresbeginn prognostiziert, müssen sich Potsdam und der Landkreis einstellen. Rund 1600 Flüchtlinge erwartet die Stadt bis zum Jahresende – im Januar war man von 626 Asylbewerbern, im Mai von 980 ausgegangen. „Wir sind ständig ion Kontakt mit dem Land, müssen uns mit den neuen Zahlen hinsetzen und planen, Grundstücke erneut auf ihre Tauglichkeit als Containerstandorte prüfen“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow gestern. „Wir suchen permanent neue Kapazitäten, sind mit Wohnungsunternehmen im Gespräch.“

Die neue Zahl der Flüchtlinge sei laut Kreissprecherin Andrea Metzler „noch nicht bekannt“, man gehe jedoch von „bis zu 2000“ aus. Zunächst sollten im Januar 700 Asylsuchende kommen, diese Zahl wurde im Mai auf 1062 korrigiert. Brandenburg muss 10 000 Asylbewerber mehr – 24 000 statt 14 000 – aufnehmen als geplant, hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) gegenüber der MAZ angekündigt. Zeltstädte soll es im Landkreis nicht geben: „Das lässt die bevorstehende Witterung im Herbst und Winter gar nicht zu“, sagte Andrea Metzler. Auch Turnhallen werde der Landkreis „nicht mehr in die Planung einbeziehen, da der Aufwand dafür viel zu hoch ist“, die Sporthallen für Unterricht benötigt werden. „Container wären eine Lösung“, doch liegen die Lieferfristen inzwischen bei mehr als acht Monaten. Ab Freitag werden im Gewerbegebiet Brück 150 Plätze in sogenannten Low-Cost-Häusern mit 32 Quadratmetern Wohnfläche pro Haus zur Verfügung stehen – für vier Häuser ein Küchen- und ein Sanitärcontainer. Weitere Kapazitäten für Unterkünfte werden momentan in Beelitz und Michendorf geprüft, sagte Andrea Metzler. Übergangsweise könne der Landkreis Quartiere für Erntehelfer zwischen September und Februar in Schäpe nutzen.

In Potsdam gibt es momentan zehn Standorte mit Flüchtlingsunterkünften. Im Herbst kommt An den Kopfweiden / Horstweg ein weiterer dazu. Zeltstädte und Turnhallen lehnt die Stadt rigoros ab. Brunzlow: „Das wäre das absolut letzte Mittel.“

Wie es weiter geht: Der Landkreis wolle die Beratung mit Sozialdezernenten und Fachbereichsleitern in der kommenden Woche im Ministerium abwarten. „Das Land muss sich dann positionieren, ob die Balkanflüchtlinge auf die Landkreise verteilt werden oder nicht. Wenn nicht, dann würde die Verteilerquote um 40 bis 50 Prozent sinken und die Probleme wären erheblicher geringer“, teilte Andrea Metzler mit. Momentan gebe es dazu aber noch keine Aussagen.

Von Ricarda Nowak

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