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Kicken im Kulturerbe

Auf der Nowawiese am Park Babelsberg entsteht ein Sportplatz Kicken im Kulturerbe

Das Brandenburgische Kulturministerium hat die Errichtung eines Fußballrasenplatzes im Randbereich der Vorparkfläche zwischen Straße am Babelsberger Park und Nuthestraße unter Auflagen genehmigt.

Potsdam. Das teilte Kulturstaatssekretär Martin Gorholt am Donnerstag mit. Damit ist die lang ersehnte "Minister-Entscheidung" im Streit zwischen Stadt und Schlösserstiftung zugunsten der Freizeitsportler gefallen. Wie berichtet, hatte die Stadt den Bau des Fußballplatzes am Park Babelsberg versprochen, war aber von der Schlösserstiftung zurückgepfiffen worden. Gartenexperten befürchteten, dass Sichtachsen im Weltkulturerbe gestört werden könnten. Darauf nimmt die Entscheidung des Ministeriums Rücksicht: So dürfe der Fußballplatz das denkmalgeschützte Gesamtensemble nicht beeinträchtigen, heißt es in dem Bescheid. Zaun, Ballfangnetze und Beleuchtung müssen nun "optisch unauffällig" gestaltet werden. Die Anbringung von Werbung und sonstigen großformatigen Informationsträgern ist ausgeschlossen. Auch dürfen keine Container und Auto-Stellplätze errichtet werden. Die Fußballspieler sollen die Möglichkeit bekommen, die Sanitäranlagen des benachbarten Strandbads Babelsberg zu nutzen. "Dafür ist eine Absprache der Stadt mit den Stadtwerken erforderlich, die vor Erteilung der Baugenehmigung vorliegen muss", so das Ministerium. Der bisher auf dem Gelände liegende Hundeauslaufplatz soll an die direkt an den Fußballrasenplatz nordöstlich angrenzende Fläche versetzt werden. Der bisherige Bolzplatz entfällt. "Mit der Entscheidung ist ein praktikabler Ausgleich der Interessen von Denkmalschutz und den Belangen des Sports möglich. Gerade auch für Kinder und Jugendliche aus der umliegenden Wohngegend ist auf diese Weise ein Fußballplatz in der Nähe realisierbar. Zugleich bleibt der Gesamtcharakter der Parkfläche erhalten", so Staatssekretär Gorholt.

Von Jürgen Stich

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