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Kids-Kultür schwärmt aus

Stabwechsel bei Potsdamer Benefizprojekt Kids-Kultür schwärmt aus

Vor einem Jahr für Stern, Drewitz und Schlaatz gegründet, wendet sich das Potsdamer Benefizprojekt Kids-Kultür jetzt auch an Kinder in anderen Stadtvierteln. Neue Koordinatorin des Projekts, das Menschen mit geringem Einkommen kostenlose Karten für Kultur- und Sportveranstaltungen vermittelt, ist Luise Lützkendorf.

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Luise Lützkendorf ist die neue Koordinatorin von Kultür.

Quelle: Privat

Babelsberg. Luise Lützkendorf (29) ist die neue Chefkoordinatorin von Kultür und dem Nachwuchsprojekt Kids-Kultür. Die Studentin der Kulturarbeit an der Fachhochschule Potsdam gehörte im Frühjahr 2013 zu den Gründerinnen der mittlerweile umbenannten Kulturloge Potsdam, die nach dem Tafelprinzip freie Plätze in Kultur- und Sportveranstaltungen an Potsdamer mit geringem Einkommen vermittelt.

400 Erwachsene und 220 Kinder sind bei Kultür als Gäste für die Kartenvermittlung registriert. 15 ehrenamtliche Mitarbeiter sorgen für die Betreuung der Gäste, für die Akquise und Vermittlung der Freikarten. Mehr als 5700 Eintrittskarten konnten in den ersten zwei Jahren vergeben werden, 700 davon an Kinder. Ein besonderer Höhepunkt war das Konzert des Mundharmonikaspielers Michael Hirte am 11. April 2015, der 100 Karten für sein Konzert in der Erlöserkirche zur Verfügung stellte.

Luise Lützkendorf war zum Start von Kultür hochschwanger und trat deshalb zunächst in die zweite Reihe. Ihr Jurek (2) ist wohlauf, auch das Studium geht nun dem Ende entgegen. In ihrer Bachelorarbeit untersuchte sie das Potenzial von Bustagesfahrten zu ausgewählten Zielen in Brandenburg. Die mündliche Prüfung hat sie zugunsten von Kultür auf Februar 2016 verschoben. Seit Mai 2015 ist sie wieder „viel stärker als davor“ für Kultür engagiert. Im Sommer übernahm sie die Koordination.

Veränderung gab es bei Kids-Kultür. Das Projekt, das im ersten Jahr in einer Pilotphase für Kinder im Schlaatz, Am Stern und in Drewitz aufgebaut wurde, soll nun auf die ganze Stadt ausgeweitet werden. Die Hilfsbereitschaft der Kulturveranstalter sei enorm. „Es gibt freie Plätze“, sagt Lützkendorf. Mit Beginn des neuen Schuljahres soll in Schulen, Bibliotheken und sozialen Einrichtungen verstärkt um Gäste geworben werden.

Pro Woche investiert die Kulturmanagerin „mindestens 25 Stunden: Wir führen Buch darüber, weil wir eine dreimonatige Förderung bekommen haben“. Neben der Stiftung Großes Waisenhaus und der Pro Potsdam sind Privatpersonen und Firmen als Spender dabei. Das Büro wird vom Oberlinhaus zur Verfügung gestellt.

Freier Eintritt mit Kultür

Kultür vermittelt freie Plätze für Kultur- und Sportveranstaltungen an Potsdamer mit geringem Einkommen. Die Einkommensgrenzen (netto) für Gäste liegen bei 900 Euro für einen Einpersonenhaushalt und 1400 Euro für einen Zwei-Personen-Haushalt. Pro Kind kommen 200 Euro hinzu.

Als Gast meldet man sich mit seinen persönlichen Interessen etwa für Theater, Kabarett, Frauenfußball oder Biosphärenabenteuer an und wird von den ehrenamtlichen Helfern informiert, wenn Plätze verfügbar sind. Die Freikarten sind am Eintritt hinterlegt und können ohne weitere Formalitäten abgeholt werden.

Kids-Kultür vermittelt kostenfreie Tickets für Kulturveranstaltungen an Familien und soziale Einrichtungen. Das Angebot richtet sich an Kinder im Alter bis zu 12 Jahren.

Info www.kultuer-potsdam.de

Die Finanzierung von Kultür ist weiter problematisch. Ein Antrag vom Bürgerbündnis auf Jahresförderung von 45 000 Euro wurde in einen Prüfauftrag ohne Zahlen umgewandelt. Ergebnisse gibt es noch nicht. Lützkendorf ist die letzte der Gründerinnen, die vorrangig für Kultür aktiv ist. Claudia Steinwegs und Ricarda Schlegel, die das Projekt auf den Weg brachten, haben mittlerweile Vollzeitjobs in namhaften Kreativ-Unternehmen. Luise Lützkendorf würde nach dem Abschluss des Studiums „gern das hier weitermachen“.

Von Volker Oelschläger

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