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Potsdam Kiewitt-Fähre legt wieder ab
Lokales Potsdam Kiewitt-Fähre legt wieder ab
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00:24 11.03.2019
Die Fähre auf ihrem Liegeplatz am Kiewitt. Quelle: Varvara Smirnova
Brandenburger Vorstadt

Die Fähre zwischen dem Kiewitt und Hermannswerder in Potsdam nimmt am Montag wieder den Betrieb auf. Das hat der Verkehrsbetrieb (ViP) am Freitag mitgeteilt.

Wie berichtet, war der ViP nach der jüngsten Havarie durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brandenburg aufgefordert worden, vor der nächsten Inbetriebnahme der Fähre F1 nachzuweisen, dass die Fährseile die passierende Schifffahrt nicht gefährden oder schädigen, wenn die Fähre an einem Ufer angelegt hat. Letzte Tauchgänge zur Tiefenmessung hatten am Donnerstag stattgefunden.

Das Seil der Fähre war am 4. Februar bei niedrigem Wasserstand von einem Motorschiff erfasst und gekappt worden. Die Fähre wurde bei der Havarie bis auf den Templiner See hinaus gezogen. Besatzung und Passagiere mussten per Rettungseinsatz ans Ufer geholt werden.

Zu Havarien kam es in den vergangenen Jahren verstärkt durch den zunehmenden Wassersportbootverkehr, in letzter Zeit aber auch durch Unfälle mit der Berufsschifffahrt. Dabei erweist sich vor allem der infolge von Trockenheit anhaltend niedrige Wasserstand der Havel als Problem.

Wie berichtet, prüft der Verkehrsbetrieb deshalb, bei der 2022 fälligen Neuanschaffung auf ein Fährschiff ohne Führungsseil zurück zu greifen.

Alternativ laufen seitens der Stadt Untersuchungen zum Bau einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer als Ersatz für Potsdams letzte Fährverbindung. Erste Ergebnisse zur Machbarkeit und den anfallenden Kosten sollen im April vorgestellt werden.

Der CDU-Ortsverband forderte am Freitag in einer Erklärung ein „Sowohl, als auch“: Vor dem langwierigen Brückenbau werde eine leistungsfähige Fährverbindung im Zwölf-Stundeden-Betrieb gebraucht, sagte der Vorsitzende Wieland Niekisch.

„Wir in Potsdam-West und der Templiner Vorstadt begrüßen natürlich die langfristige Perspektive, die Verbindung zwischen der Brandenburger Vorstadt/Kiewitt und Hermannswerder krisensicher zu machen, also den Bau einer Brücke für Fußgänger und Fahrradfahrer.“

Zunächst sei aber eine „leistungsfähige Fährverbindung“ erforderlich: „Denn die Brückenplanung samt Bau wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen.“ Ab Mai werde das Leipziger Dreieck umgebaut und für Jahre zur Staufalle, so Niekisch: „Die Templiner Vorstadt samt Hermannswerder können sogar zur temporären Sackgasse werden.“

Deshalb müssen ab Mai viele Berufs- und Schulpendler auf den öffentlichen Nahverkehr „und vor allem auf die Fährverbindung umsteigen können“. Der Ortsverband fordere einen 18-Stunden-Betrieb von 6 bis 24 Uhr.

Von Volker Oelschläger

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