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Potsdam Kinderwelt für junge Büchernarren
Lokales Potsdam Kinderwelt für junge Büchernarren
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20:16 19.10.2017
Potsdams Beigeordnete Noosha Aubel (parteilos, r.) und Bibliothekschefin Marion Mattekat (l.) mit jungen Bücherwürmern im Lesesaal der Stadt- und Landesbibliothek. Quelle: Christel Köster
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Innenstadt

Es ist laut in der Kinderwelt der Stadt- und Landesbibliothek (SLB). Der Bereich ist vom Rest des Gebäudes mit einer Glaswand getrennt. Jauchzend und fröhlich schreiend rennen die kleinen Bibliotheksbesucher zwischen den Regalen hin und her. „Das war jetzt zu laut und eigentlich wissen die Kinder auch, dass sie hier nicht herumrennen dürfen“, sagt Bibliotheksdirektorin Marion Mattekat, als ein deutlich hörbares Alarmsignal ertönt. Dies wurde extra für die kleinen Leseratten installiert, um ihnen zu zeigen, wann der Lärmpegel im Lesesaal zu hoch ist. Dabei trifft es der Begriff Lesesaal nicht mehr, wie Mattekat erklärt. Die Kinderwelt sei vielmehr ein Ort, an dem den jungen Büchernarren frühzeitig und spielerisch Medienkompetenz vermittelt werden solle. Neben Bücherregalen gibt es noch eine Spielecke, Video- und Gesellschaftsspiele sowie eine Hörbox, für die Hörspiele oder Musik zur Verfügung stehen.

Dieses Angebot wird unter anderem von den Kindern und Verantwortlichen der Kindertagesstätte Villa Kunterbunt aus Groß Glienicke regelmäßig wahrgenommen. „Wir kommen mit unseren Großen, den Wackelzähnen, wie wir sie nennen, einmal im Monat in die Bibliothek und das schon seit mindestens drei Jahren“, sagt Erzieherin Micaela Hoffmann. Es sei wichtig, schon die ganz Jungen für das Lesen zu interessieren, sind sich die 51-Jährige und die Direktorin einig.

Dieses Ziel scheinen die Verantwortlichen zu erreichen, die Ausleihzahlen der Kinder- und Jugendbücher steigen von Jahr zu Jahr. So gab es schon im ersten Halbjahr 2017 eine Wachstumsrate von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten Jahr 2016 wurden 231 000 Bücher aus dem Teilbereich ausgeliehen.

Eine große Unterstützerin hat Direktorin Mattekat in der Beigeordneten für Bildung, Kultur und Sport, Noosha Aubel (parteilos). Die zweifache Mutter ist selbst häufig in der SLB und liest ihren beiden drei und fünf Jahre alten Töchtern vor. „Das ist mir wichtig und das verpasse ich auch nicht“, sagt Aubel. Zum 25-sten Geburtstag der Bibliothek wird es am 10. November eine Festveranstaltung geben und tags darauf einen Familientag. Wie die Zukunft der Einrichtung aussehen soll, haben sich die beiden Frauen auch schon überlegt. So sollen die Zweigstellen in der Waldstadt und am Stern saniert, sowie die Neubaugebiete im Norden Potsdams an das Angebot der Bibliothek angeschlossen werden. „Ob das jetzt mit einer festen oder einer mobilen Einrichtung erreicht werden kann, ist aber noch nicht absehbar. Dafür ist es noch zu früh“, erklärte Aubel.

Von Martin Weigle

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