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Kippbräter und Musikanlage

Weihnachtsfest in der Suppenküche Potsdam Kippbräter und Musikanlage

In der Suppenküche der Potsdamer Volkssolidarität auf dem Gelände der Stadtverwaltung wurde am Mittwochabend ein Weihnachtsfest mit Bedürftigen gefeiert: Die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger, Linken-Politiker und Pfarrerin Susanne Weichenhan brachten Geschenke mit.

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Jürgen Weber (l.) und Sylvia Wolf freuen sich über das feine Weihnachtsbuffet in der Suppenküche.

Quelle: julian stähle

Nauener Vorstadt. Keine Weihnachtsfeier ohne Bescherung: Damit Detlef Haupt das nächste Mal 30 Schnitzel auf einmal braten kann, hat die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos) dem Chef der Suppenküche einen Kippbräter – eine High-Tech-Mega-Pfanne – spendiert. Einen 400-Euro-Scheck brachte sie am Mittwochnachmittag zum Weihnachtsfest der Volkssolidarität in die neuen Räume der Suppenküche mit – verbunden mit den besten Wünschen für friedliche und besinnliche Festtage. Ebenfalls einen Scheck überreichte Susanne Weichenhan, Pfarrerin an St. Nikolai. Die Gemeindeglieder sammelten 300 Euro. Von Linke-Stadtfraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg gab es eine schön kompakte Musikanlage! „Lassen Sie’s damit richtig krachen!“ Für Scharfenberg sei die Weihnachtsfeier „ein Zeichen von Mitmenschlichkeit und Solidarität“.

Der Linken-Politiker erinnerte an die „Kraftanstrengung“, die von der Volkssolidarität betriebene Suppenküche in neuen Räumen eines mit Holz verkleideten Containers auf dem Gelände der Stadtverwaltung unterzubringen. Seit 2007 wurde die Suppenküche an dem Standort betrieben, musste 2013 jedoch wegen Schadstoffbelastung in die Benkertstraße umziehen. Ende September ging es zurück an den gewohnten Standort. Bis zu 50 Besucher nutzen täglich das Angebot (gratis Frühstück, Duschgelegenheit, Kleiderkammer) des Sozialen Zentrums für Bedürftige – etwa die Hälfte kommt zum Mittagessen. „Tendenz steigend“, berichtet Detlef Haupt, seit Mitte Oktober Chef der Suppenküche und Nachfolger von Friedhelm Lother, der in Ruhestand ging. In den vergangenen zehn Jahren war Haupt als selbstständiger Vermögensberater tätig, las die Stellenanzeige und wusste: „Das kann ich!“ Gefragt, was an Spenden gebraucht wird, kommt seine Antwort sofort: „Fleisch.“ Für die Suppenküche kauft Haupt vor allem Kasseler und Schweinefleisch – „ist halt günstig“. Aber er möchte eben auch mal Rind, Lamm, Gans oder Fisch auftischen. Zum Weihnachtsfest verwöhnte der 54-Jährige seine Gäste mit einem rustikalen Buffett.

Ganz begeistert von den neuen Räumen zeigte sich Sylvia Wolf: „Sehr schön! Ich kenne ja noch die alten Räume, weil ich hier zweimal ein halbes Jahr gearbeitet habe.“ Inzwischen wohnt sie in Velten – im falschen Bezirk der Arbeitsagentur. „Ich würde gern wieder hier arbeiten.“ Warum sie den Weg aus Oberhavel hierher gekommen sei? „Na, Herr Maaß hat mich eingeladen.“ Bernd Maaß gehört zu den sieben Ehrenamtlichen, die den fünf Festangestellten helfen, den Betrieb der Suppenküche aufrecht zu erhalten.

Von Ricarda Nowak

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