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Klara Geywitz will nicht ins Rathaus einziehen

OB-Wahlkampf in Potsdam Klara Geywitz will nicht ins Rathaus einziehen

Nachdem am Donnerstag Bürgermeister Burkhard Exner seinen Hut in den Ring geworfen hatte, ist zumindest bei den Sozialdemokraten das Rennen um den 2018 vakant werdenden Oberbürgermeisterposten gestartet. Während Sozialdezernent Mike Schubert eine Kandidatur noch offen lässt, sagte SPD-Landes-Generalsekretärin Klara Geywitz definitiv ab.

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Könnten alsbald um die SPD-Kandidatur für den Oberbürgermeister streiten: Burkhard Exner (l.) und Mike Schubert.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Nachdem Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) am Donnerstag seine Bewerbung für die Oberbürgermeister-Kandidatur verkündet hat, steigt die Spannung, wer in der Nominierungsphase parteiintern gegen ihn ins Rennen geht. Eines ist nun sicher: Klara Geywitz, Generalsekretärin der Brandenburger SPD, wird sich nicht bewerben. „Ich will mich auf meine Aufgabe im Land konzentrieren – da ist gerade genug zu tun“, sagte sie zur MAZ. Damit scheidet eine potenzielle Kandidatin aus. Geywitz gilt als kompetent, durchsetzungsstark und bestens vernetzt in Potsdam. Doch nach dem desaströsen Bundestagswahlergebnis kann Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) mit Blick auf die Landtagswahl 2019 offenbar auf keine gute Kraft verzichten. Im Hinblick auf Exners Bewerbung sagte Geywitz, dieser sei „ein sehr kompetenter und erfahrener Fachmann“.

Auch sonst gab es positive Rückmeldungen auf die Bewerbung des Bürgermeisters und Kämmerers: „Ich freue mich, dass er seinen Hut in den Ring wirft“, erklärte Archibald Horlitz, Unternehmer und Vorstandsvorsitzender des Fußball-Regionalligisten SV Babelsberg 03. Aufgrund der persönlichen Zusammenarbeit habe er „eine hohe persönliche Wertschätzung“ für den Bewerber, so Horlitz: „Für mich ist er ein Stabilitätsgarant, der die positive Entwicklung der Stadt weiterführen kann.“ Nach 15 Jahren in Potsdam verfüge Exner über „Stallgeruch – das ist besser als jemand, der von außen kommt“. Volkmar Raback, Geschäftsführender Direktor des Hans-Otto-Theaters, sagte, er habe den Kämmerer als einen „erfahrenen Fachmann mit sehr guten Kenntnissen und verwaltungstechnisch auf dem neuesten Stand“ kennengelernt.

Weiterhin bedeckt hält sich ein anderer potenzieller Bewerber: Sozialdezernent Mike Schubert (SPD) wollte sich nicht zu etwaigen Ambitionen auf den Spitzenposten im Rathaus äußern. „Ich habe Respekt vor dem Verfahren, das in der SPD festgelegt worden ist“, sagte er unter Verweis auf das Prozedere: Bewerbern bleibt noch bis 31. Oktober Zeit, sich zu erklären. „Parteiintern“, betonte Schubert.

Nur wenig später, am 3. November, werden die Linken intern einen Namen präsentieren. Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg soll sich noch nicht entschieden haben. Parteifreunde gehen aber „zu 99 Prozent“ davon aus, dass er kein Interesse hat, zum dritten Mal nach 2002 und 2010 einen Oberbürgermeister-Wahlkampf zu bestreiten. Die Partei würde offenbar gern mit einer Frau ins Rennen gehen. Bei der CDU wird die Entscheidung voraussichtlich erst im Februar auf einem Kreisparteitag gefällt, wo der Vorstand einen Vorschlag vorstellt. Schon jetzt sind die Stadtbezirks- und Ortsverbände mit der Kandidatensuche befasst, erklärte Fraktionschef Matthias Finken.

Dass das bürgerliche Lager mit einem überparteilichen Kandidaten antritt, will Finken „nicht ausschließen“. Auch bei den Grünen ist das Verfahren klar: „In den nächsten Wochen werden wir unsere Mitglieder zu Kandidaturen ermuntern“, sagte Kreisverbandssprecher Gert Zöller. Die Wahl soll voraussichtlich auf einer Mitgliederversammlung Mitte Dezember stattfinden.

SPD sortiert sich für die Zeit nach Jann Jakobs

Nachdem Amtsinhaber Jann Jakobs (SPD) im Frühjahr 2017 verkündet hatte, dass er für eine weitere Amtszeit als Oberbürgermeister in Potsdam nicht zur Verfügung stehen wird, begann schnell die Suche nach einem SPD-Kandidaten für die Wahl 2018.

Bei der SPD wird die finale Entscheidung über einen Kandidaten oder einen Kandidatin von den Parteimitgliedern gefällt. Gewählt wird auf einer Mitgliedervollversammlung am 20. Januar. „Das Verfahren soll transparent und offen sein“, betont Unterbezirkschefin Ulrike Häfner.

Von Ildiko Röd

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