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Dark Tenor rockt die alten Meister

Cross-over-Classic bei der Potsdamer Schlössernacht Dark Tenor rockt die alten Meister

Als einer von drei Tenören setzt Dark Tenor einen neuen Höhepunkt der diesjährigen Potsdamer Schlössernacht. Der Mystiksänger mischt Werke alter Meister mit eigenen Kompositionen. „Classic cross over“ nennt sich die neue Richtung, die wieder mehr und auch musikalisch anders orientierte Besucher zum Romantikabend in den Park Sanssouci locken soll.

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Der Klassikrocker aus der Finsternis: Dark Tenor.

Quelle: Foto: Christel Köster

Sanssouci. Nach anderthalb Jahrzehnten Potsdamer Schlössernacht ist es an der Zeit, das anfangs gefeierte Event im Park von Sanssouci zu modernisieren, meint Veranstaltungsmanager Rainer Wohlthat. Das abendliche Romantikspektakel im Lichtermeer hunderter Scheinwerfer hatte den Organisatoren im vorigen Jahr weniger Besucher und damit Verluste eingebracht. „Wir müssen uns vom verstaubten Barock lösen, ohne die Klassik gänzlich aus den Augen zu verlieren“, sagt Wohlthat. Der Eventmanager, der auch das Baumblütenfest in Werder und die Silvesterparty in Berlin ausrichtet, sieht in einer Mischung von Klassik bis Rock eine Chance, auch jüngeres oder musikalisch anders orientiertes Publikum in den Park von Sanssouci zu locken.

„Classic cross over“ heißt das Zauberwort, mit dem Wohlthat wieder mehr Besucher zur Schlössernacht holen will. Auf dem Mopke-Platz – benannt nach seiner kleinteiligen Pflasterung – zwischen dem Neuen Palais und den Communs werden am 15. August die drei Tenöre Laszlo Tenor, Ex-Mitglied des Musikprojektes Adoro, Tobey Wilson und Dark Tenor zunächst einzeln ihre jeweiligen Performances zeigen, um am Ende im Finale gemeinsam mit dem legendären Electric Light Orchestra und dessen „Roll over Beethoven“ zum Feuerwerk überleiten.

Dark Tenor, der nach eigenen Worten „in der Mystik geboren“ wurde, derzeit aber in Berlin lebt, charakterisiert seine Musik selbst als eine Mischung zwischen Meisterwerken und Eigenkompositionen. „Einige Klassiker von damals waren für ihre Zeit auch Punker oder Heavy-Metaler.“ Die Anregungen für seine eigenen Interpretationen holt sich der Sänger aus Computerspielen oder Filmen wie „Game of Thrones“ („Das Spiel der Throne“) oder „Herr der Ringe“. „Wenn sich jüngere Leute meine Musik anhören, kaufen sie vielleicht auch mal eine Klassikscheibe“, glaubt Dark Tenor an einen Bildungsauftrag. Sein Debütalbum „Symphony of Light“ ist im Vorjahr erschienen. Ab Oktober geht er auf Tournee durch Berlin, München, Leipzig, Hamburg und anderen Städten.

Bei seinen Konzerten meidet Dark Tenor die Säle der Karajans und Barenboims. Seine Bühnen sind die Bretter harter Rockgitarrenriffs. Zu seiner musikalischen Premiere bei der Schlössernacht will er acht Musikerkollegen mitbringen. „Eine sehr innovative Besetzung, ein kleines Classik-cross-over-Orchester“ kündigt der Sänger der Finsternis an.

Von Heinz Helwig

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