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Potsdam Das Kreuz mit dem Efeu
Lokales Potsdam Das Kreuz mit dem Efeu
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20:45 26.02.2014
Saniert und standsicher:  Gunther Butzmann freut sich über neu verputzte Kreuze auf den Pfeilern der Friedhofsmauer. Quelle: Bernd Gartenschläger
Klein Glienicke

"25 000 Euro aus Mitteln der Denkmalpflege standen dafür zur Verfügung", sagt Gunther Butzmann. Der Bereichsleiter Friedhöfe der Stadtverwaltung betreut mit seinen Mitarbeitern die mehr als ein Dutzend kommunalen Begräbnisstätten.

1100 Bestattungen gab es auf den Potsdamer Friedhöfen 2013, die meisten im Urnengrab und ein Drittel davon anonym. Der Trend gehe jedoch zu mehr Vorsorge- und Grabpflegeverträgen. Ein Beispiel dafür ist laut Butzmann der 2013 eingerichtete "Garten der Erinnerung" auf dem Neuen Friedhof, Heinrich-Mann-Allee. Da müssen sich Hinterbliebene nicht um die Pflege kümmern, das erledigen Stadtgärtner. Von 120 Grabstellen sind bisher 25 belegt.

Auch auf dem romantischen, zur Wilhelm-Leuschner-Straße sanft abfallenden Friedhof Klein Glienicke finden wieder Menschen ihre letzte Ruhe. Jahrzehntelang lag er im Grenzgebiet, dafür waren Tote umgebettet worden. Zu DDR-Zeiten kam es kaum zu Beisetzungen, die staatstreuen Anwohner hatten keine Beziehung zu dem Ort. "Es war schwierig, das Gelände zu bewirtschaften, wir brauchten einen Passierschein. Man durfte nie allein dort arbeiten", berichtet Butzmann, der seit 1985 im Amt ist. So fiel das Areal in einen Dornröschenschlaf, "sonst hätten viele der historischen Grabstätten wohl nicht überlebt". Seit 2000 kümmert sich ein Freundeskreis um den Erhalt des denkmalgeschützten Friedhofs, sammelt Geld für die Restaurierung von Gräbern. Grabpatenschaften wie auf dem Bornstedter Kirchhof - nach der Sanierung darf der Spender das Grab nutzen - sind wegen der Gebührenordnung nicht möglich, sagt Butzmann. "Aber wer wirklich helfen will, für den haben wir mit der Denkmalpflege bisher immer eine Lösung gefunden."

Der Freundeskreis will in diesem Jahr das Geläut des reetgedeckten Glockenturms am Eingang wiederherstellen. Dessen Statik wird gerade geprüft. Die neue Glocke, so der Plan, soll in Lauchhammer gegossen werden. "Ohne die engagierten Bürger um Familie Gödecke würde es hier nicht so aussehen", lobt Butzmann. Das Richten der Backsteinmauer hätte die Freunde allerdings überfordert. Der Efeubewuchs hatte Fugen gesprengt, Feuchtigkeit dem Natursteinsockel zugesetzt, Steine waren herausgebrochen, die Standfestigkeit war teilweise dahin. Spezialisten der Firma Baudenkmalpflege Roland Schulze haben alle Probleme gelöst. Die graue Isolierschicht auf Pfeilern und Mauern wird bald Patina ansetzen, so Butzmann: "Die Friedhofsmauer ist nun für Jahrzehnte vor Witterungseinflüssen und Verfall geschützt."

Von Carola Hein

Hinweis: Orgelkonzert in der Kapelle Klein Glienicke, 2. März, 16 Uhr

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