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„Kleiner Hei“ für Simon Strauß

Potsdamer Literaturpreis „Kleiner Hei“ für Simon Strauß

Am Mittwochabend wurde Simon Strauß in Potsdam für sein Erstlingswerk mit dem Literaturpreis „Kleiner Hei“ ausgezeichnet. Er reiht sich damit ein in eine lange Liste teils sehr bekannter Autoren.

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Autor Simon Strauß publiziert im Aufbau-Verlag.

Quelle: Martin Walz

Potsdam. Entscheidungen zu treffen, fällt ihm schwer. Für eine Frau, für einen Freundeskreis. Selbst die Frage, wohin er im nächsten Jahr in den Urlaub fahren will, bringt ihn an den Rand des Wahnsinns, weil er einfach nicht weiß, wohin die Reise für ihn gehen soll. Gleichzeitig ist da die Angst vor der Konvention, der Langeweile, dem dürftigen Durchschnittsdasein. Der junge Mann, den Simon Strauß in den Mittelpunkt seines Buches gestellt hat, durchlebt in „Sieben Nächten“ dann auch noch sieben Todsünden – ein Angebot eines Art Mephistopheles; auf dass der unsichere Jüngling zu sich selbst finde. Simon Strauß, Jahrgang 1988, Sohn des Schriftstellers Botho Strauß und Theaterkritiker bei der FAZ, bekam für sein Debüt am Mittwoch im Potsdamer Literaturladen Wist den „Kleinen Hei 2017“ verliehen.

„Hauptsache der Autor ist noch nicht arriviert“

Seit 2003 vergibt Buchhändler Carsten Wist seinen ladeneigenen, mit 500 Euro dotierten Literaturpreis für das interessanteste Buch des Jahres. „Die Auswahlkriterien sind radikal subjektiv, Hauptsache, das Buch ist neu erschienen und der Autor noch nicht arriviert“, erklärt Wist. Der Name des Preises sei entstanden, als sein gerade geborener Sohn Heinrich von seinen größeren Brüdern immer „der kleine Hei“ genannt wurde. Diese persönliche Verbindung im Zusammenspiel mit der Assoziation zum Haifisch, der noch wachsen muss, um dann hoffentlich im großen Haifischbecken bestehen zu können, umfasse die Intention des Preises.

Prominente Preisträger

Preisträger früherer Jahre sind Juli Zeh für „Spieltrieb“ (2004), Julia Franck für „Die Mittagsfrau“ (2007), Lutz Seiler für „Kruso“ (2014) oder im Vorjahr die in Kalifornien geborene und inzwischen in Bad Belzig lebende Nell Zink, die mit ihrem Roman „Der Mauerläufer“ über Ehe, Liebe und Treue reüssieren konnte.

Der diesjährige Gewinner Simon Strauß las Mittwochabend im Literaturladen aus seinem Roman, dem Bestsellerautor Florian Illies („Generation Golf“) zutraut, „das Buch der nächsten Generation“ zu werden. Klein, kompakt und doch seltsam warmblütig sei das Werk, schnell zu lesen, schwer zu vergessen, meint Illies. Ein richtiger „kleiner Hei“ eben.

Von MAZonline

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