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Potsdam Klima-Fahrplan nach Potsdamer Vorbild
Lokales Potsdam Klima-Fahrplan nach Potsdamer Vorbild
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10:14 14.06.2013
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An der Machbarkeitsstudie sind sieben weitere Institutionen beteiligt, unter anderem das Potsdamer Büro „Luftbild, Umwelt, Planung“.

Die Pik-Spezialisten haben Erfahrung mit solchen Großstadt-Fahrplänen. Vor rund zweieinhalb Jahren wurde bereits unter der Regie der Wissenschaftler vom Telegrafenberg ein Klimaschutzkonzept für Potsdam erarbeitet. „Auf die Metropole Berlin schaut man in Europa und in der ganzen Welt“, sagt Pik-Chef Hans Joachim Schellnhuber.

Die Ziele des Berliner Senats sind langfristig gesteckt, aber dennoch ambitioniert. Bis 2050 soll der Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen von heute sechs auf deutlich unter zwei Tonnen pro Jahr gesenkt werden. Diese Menge wäre gerade noch vereinbar mit dem Ziel des Weltklimarats, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen, um die Folgen der Erderwärmung beherrschbar zu halten. „Berlin muss eine energetisch hocheffiziente, topmoderne Stadt werden und die besten Innovationschancen nutzen“, so Umweltsenator Michael Müller.

Möglichst „sozialverträgliche Wege zur Klima-Neutralität“ will der Leiter des Gutachtens Fritz Reusswig aufzeigen. Der Pik-Soziologe weiß, dass Berlin eine Mieterstadt ist und die Wirtschaftskraft bundesweit eher im Mittelfeld liegt. So soll etwa bei notwendig erachteten Gebäudesanierungen zur Heizenergieeinsparung eine Finanzierung durch die bundeseigene Förderbank KfW ins Auge gefasst werden. Ein wenig kann hier auch die langfristige Perspektive bis 2050 über große Belastungen hinweg helfen. Kostenintensive Außendämmungen könnten bis dahin durch heute noch im Entwicklungsstadium befindliche günstigere Innenisolierungen abgelöst werden. Insgesamt dürften auf jeden Fall die Gebäudesanierungen einen der größten Einsparposten für Treibhausgase bilden. Das war auch schon Basis für das Potsdamer Gutachten, das einen detaillierten Sanierungsstand der städtischen Bausubstanz erbracht hat.

Obwohl die Potsdamer Stadtverordneten die Studie nur als Orientierungsrahmen beschlossen haben, wurden konkrete Maßnahmen umgesetzt. So werde es etwa keinen dritten Block im Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk der Potsdamer Stadtwerke EWP geben – man setzt stattdessen auf dezentrale Blockheizkraftwerke auf Holzbasis und den Zukauf von Windenergie. Zur Finanzierung ist laut Reusswig ein Bürgerenergiefonds aufgelegt worden. Auch die Verkehrssteuerung der Verwaltung mit den umstrittenen Pförtnerampeln gehe mit auf das Klimakonzept zurück. – Die Kohlendioxid-Einsparpotenziale beim Verkehr sind laut Reusswig auch für Berlin ein großes Thema.

Ein Ratgeber zum Thema Energiesparen ist auf der Internetseite der Stadt zu finden: www.potsdam.de. Das Handbuch soll helfen, das breite Angebot an Modernisierungsmaßnahmen zu überblicken und die optimale Entscheidung für die persönlichen Gegebenheiten zu treffen. Es enthält zudem praktische Tipps, wie einfach und schnell der Stromverbrauch im Alltag gesenkt und so die Umwelt geschützt werden kann. (Von Gerald Dietz)

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