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Klingelbeutel-Dieb muss nicht ins Gefängnis

Diebstahl in Potsdamer Nikolaikirche Klingelbeutel-Dieb muss nicht ins Gefängnis

Die Gemeinde ist noch tief erschüttert: Der langjährige Kirchenratsvorsitzende der Potsdamer Nikolaigemeinde stand am Mittwoch wegen des Verdachts der veruntreuenden Unterschlagung vor Gericht. Jahrelang hat er sich ungeniert an den Einnahmen für die Turmbesteigung in der Nikolaikirche bedient. Nun hat die Richterin ein Urteil gefällt.

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Das markante Gotteshaus gehört zu den Wahrzeichen Potsdams.

Quelle: dpa

Potsdam. Weil er mehrere Hunderttausend Euro an Eintrittsgeldern der Potsdamer St. Nikolaikirche für sich abgezweigt haben soll, hat ein 53-Jähriger an diesem Mittwochmorgen vor Gericht gestanden. Das Urteil: Eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Schuldig im Sinne der Anklage – wegen veruntreuender Unterschlagung. Die Richterin sprach bei der Urteilsverkündung von einem „hohen wirtschaftlichen Schaden“.

Der Angeklagte war damals Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der Kirchengemeinde. Ihm wurde Unterschlagung vorgeworfen. Der Anklage zufolge soll der Mann von Juli 2009 bis Juli 2013 aus den in der Kirche aufgestellten Eintrittskartenautomaten Bargeld in Höhe von 237 527,94 Euro entnommen und für sich verbraucht haben.

Kampf mit dem schlechten Gewissen

Gleich zu Prozessbeginn gestand der 53-Jährige den Diebstahl. Er erklärte, er habe etwa 160.000 Euro auf sein Konto eingezahlt und weiteres Geld anderweitig verwendet. Einen genauen Überblick habe er nicht.

Er sei in eine finanzielle Schieflage geraten, begründete der Versicherungsmakler sein Vorgehen. “Es war nie ein Automatismus, es war immer ein Kampf zwischen schlechtem Gewissen und finanzieller Notwendigkeit“, sagte er.

Von MAZonline

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