Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Klinikum-Chefs werben für Grippeimpfung

Potsdam Klinikum-Chefs werben für Grippeimpfung

Es ist nur ein kleine Piks. Und schon haben Steffen Grebner und Hubertus Wenisch ihren Grippeschutz intus. Am Mittwoch haben sie sich von Infektiologe Manuel Wittmiß impfen lassen. Mit der öffentlichkeitswirksamen Aktion wollen die beiden die Potsdamer ermahnen, sich ebenfalls zu schützen.

Voriger Artikel
Mensa für veganes Angebot ausgezeichnet
Nächster Artikel
Potsdam am Donnerstag: Das ist heute wichtig


Quelle: dpa

Potsdam. Es ist wieder soweit. Die Grippesaison steht vor der Tür. Ab Januar sind dann besonders alte Menschen, chronisch Kranke und jene, die viel in Kontakt mit anderen Menschen treten, gefährdet. Der beste Zeitpunkt, um sich per Impfung zu schützen, ist jetzt.

Dafür haben am Mittwoch Steffen Grebner, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Ernst-von-Bergmann-Klinikums, sowie Hubertus Wenisch, Medizinischer Geschäftsführer, geworben und sind mit gutem Beispiel voran gegangen. In der Praxis für Allgemeinmedizin im Klinikum erhielten sie ihre Impfung vom Infektiologen Manuel Wittmiß. „Eigentlich weiß es jeder, dass man sich schützen sollte“, sagt Grebner. „Aber die Quote von bundesweit beinahe 40 Prozent unter älteren Menschen ist noch immer viel zu niedrig.“ Die beiden sitzen auf der Liege im Behandlungszimmer in Erwartung des Pickses. „Wir machen es auch, um die Mitarbeiter zu begeistern. Sie sind als Krankenhausangestellte auch eine Risikogruppe.“ Sich impfen zu lassen sei aus drei Gründen wichtig: Eigenschutz, Schutz anderer sowie Vermeidung von Krankheitsfehltagen. „Die Volkswirtschaft leidet, wenn sich viele Menschen aufgrund einer Grippe krankschreiben lassen müssen“, so Grebner.

Knapp sechs Millionen Menschen gehen jährlich wegen einer Grippe zum Arzt. Da ist es schon zu spät. „Als Mensch mit einer normalen Abwehr muss man mit einer Grippe nicht zum Arzt gehen“, sagt Manuel Wittmiß. „Antibiotika helfen ohnehin nicht, da es sich um einen viralen Infekt handelt.“ Man könne nur die Symptome behandeln. So können die Patienten fiebersenkende Medikamente einnehmen. Aber vor allem brauchen sie Ruhe und viel Flüssigkeit.

Und dennoch: in manchen Fällen lässt sich eine stationäre Behandlung nicht vermeiden. Im Jahr 2016 gab es im Bergmann-Klinikum 21 Grippepatienten. Ein Jahr später waren es 50. Schwankungen sind normal. Die jährlichen Grippeepidemien fallen stets unterschiedlich stark aus. „Es lässt sich nicht sagen, warum es in einigen Jahren mehr Erkrankungen und Krankschreibungen gibt“, so Wittmiß. „Ein Grund ist aber, dass die Viren ständig ihre krankheitsverursachenden Eigenschaften ändern.“

Die Grippeimpfung

Die Impfung verhindert keine Ansteckung. Wer aber geimpft ist, kann, wenn er sich denn ansteckt, mit einem kürzeren und schwächeren Krankheitsverlauf rechnen. Die Impfung macht jeder Hausarzt. Dafür haben die Ärzte stets Impfstoffe vorrätig.

Der Grippeschutz wird von den Krankenkassen getragen. Vor allem Menschen über 60, chronisch Kranken und Menschen mit viel Kontakt zu anderen sollten sich impfen zu lassen.

Und worin unterscheidet sich eine echte Grippe von einem grippalen Infekt? Zum einen wird eine echte Grippe durch Influenza-Viren ausgelöst. Bei einem Infekt sind es andere Viren oder Bakterien.„Das weiß man ja aber erstmal nicht. Es ist vor allem der akute Krankheitsverlauf, an dem man eine Grippe erkennt“, sagt Wittmiß. „Innerhalb von Stunden fühlt man sich wirklich schlecht. Der grippale Infekt verläuft schleichender: zuerst Halskratzen, dann Schluckbeschwerden und so weiter.“ Und vor diesen Infekten schütze eine Grippeimpfung nicht. Die Potsdamer können aber eine Maßnahme ergreifen, die beide Erkrankungen verhindern kann. Das wichtigste im Vorfeld ist eine entsprechende Hygiene, so Wittmiß. „Außerhalb der Familie sollte man engen Kontakt zu Anderen vermeiden und sich vor allem sehr regelmäßig die Hände waschen, im besten Fall desinfizieren.“

Am Dienstag desinfiziert er jedoch zunächst jeweils eine kleine Stelle auf den Oberarmen von Steffen Grebner und Hubertus Wenisch. Sie wollen grippefrei in den Winter starten.

Von Annika Jensen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
dfdbc0d4-af48-11e7-b225-97bf4e5da6db
Potsdam – damals und heute

Zeitreise durch Potsdam: Anhand von historischen und aktuellen Aufnahmen zeigt die MAZ, wie sich die Stadt Potsdam verändert hat – und was wieder aufgebaut wurde. Besuchen Sie mit Klick durch die Galerie Potsdams markante Ecken – damals und heute.

Die Karikaturen von Jörg Hafemeister aus 2018

Jörg Hafemeister karikiert seit Jahren die Potsdamer Lokalpolitik. Nun hat er immer mittwochs seinen festen Platz im Potsdamer Stadtkurier. Wir zeigen an dieser Stelle alle Karikaturen aus dem Jahr 2018.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg