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Potsdam Klinikum-Chefs werben für Grippeimpfung
Lokales Potsdam Klinikum-Chefs werben für Grippeimpfung
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18:59 01.11.2017
Quelle: dpa
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Potsdam

Es ist wieder soweit. Die Grippesaison steht vor der Tür. Ab Januar sind dann besonders alte Menschen, chronisch Kranke und jene, die viel in Kontakt mit anderen Menschen treten, gefährdet. Der beste Zeitpunkt, um sich per Impfung zu schützen, ist jetzt.

Dafür haben am Mittwoch Steffen Grebner, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Ernst-von-Bergmann-Klinikums, sowie Hubertus Wenisch, Medizinischer Geschäftsführer, geworben und sind mit gutem Beispiel voran gegangen. In der Praxis für Allgemeinmedizin im Klinikum erhielten sie ihre Impfung vom Infektiologen Manuel Wittmiß. „Eigentlich weiß es jeder, dass man sich schützen sollte“, sagt Grebner. „Aber die Quote von bundesweit beinahe 40 Prozent unter älteren Menschen ist noch immer viel zu niedrig.“ Die beiden sitzen auf der Liege im Behandlungszimmer in Erwartung des Pickses. „Wir machen es auch, um die Mitarbeiter zu begeistern. Sie sind als Krankenhausangestellte auch eine Risikogruppe.“ Sich impfen zu lassen sei aus drei Gründen wichtig: Eigenschutz, Schutz anderer sowie Vermeidung von Krankheitsfehltagen. „Die Volkswirtschaft leidet, wenn sich viele Menschen aufgrund einer Grippe krankschreiben lassen müssen“, so Grebner.

Knapp sechs Millionen Menschen gehen jährlich wegen einer Grippe zum Arzt. Da ist es schon zu spät. „Als Mensch mit einer normalen Abwehr muss man mit einer Grippe nicht zum Arzt gehen“, sagt Manuel Wittmiß. „Antibiotika helfen ohnehin nicht, da es sich um einen viralen Infekt handelt.“ Man könne nur die Symptome behandeln. So können die Patienten fiebersenkende Medikamente einnehmen. Aber vor allem brauchen sie Ruhe und viel Flüssigkeit.

Und dennoch: in manchen Fällen lässt sich eine stationäre Behandlung nicht vermeiden. Im Jahr 2016 gab es im Bergmann-Klinikum 21 Grippepatienten. Ein Jahr später waren es 50. Schwankungen sind normal. Die jährlichen Grippeepidemien fallen stets unterschiedlich stark aus. „Es lässt sich nicht sagen, warum es in einigen Jahren mehr Erkrankungen und Krankschreibungen gibt“, so Wittmiß. „Ein Grund ist aber, dass die Viren ständig ihre krankheitsverursachenden Eigenschaften ändern.“

Die Grippeimpfung

Die Impfung verhindert keine Ansteckung. Wer aber geimpft ist, kann, wenn er sich denn ansteckt, mit einem kürzeren und schwächeren Krankheitsverlauf rechnen. Die Impfung macht jeder Hausarzt. Dafür haben die Ärzte stets Impfstoffe vorrätig.

Der Grippeschutz wird von den Krankenkassen getragen. Vor allem Menschen über 60, chronisch Kranken und Menschen mit viel Kontakt zu anderen sollten sich impfen zu lassen.

Und worin unterscheidet sich eine echte Grippe von einem grippalen Infekt? Zum einen wird eine echte Grippe durch Influenza-Viren ausgelöst. Bei einem Infekt sind es andere Viren oder Bakterien.„Das weiß man ja aber erstmal nicht. Es ist vor allem der akute Krankheitsverlauf, an dem man eine Grippe erkennt“, sagt Wittmiß. „Innerhalb von Stunden fühlt man sich wirklich schlecht. Der grippale Infekt verläuft schleichender: zuerst Halskratzen, dann Schluckbeschwerden und so weiter.“ Und vor diesen Infekten schütze eine Grippeimpfung nicht. Die Potsdamer können aber eine Maßnahme ergreifen, die beide Erkrankungen verhindern kann. Das wichtigste im Vorfeld ist eine entsprechende Hygiene, so Wittmiß. „Außerhalb der Familie sollte man engen Kontakt zu Anderen vermeiden und sich vor allem sehr regelmäßig die Hände waschen, im besten Fall desinfizieren.“

Am Dienstag desinfiziert er jedoch zunächst jeweils eine kleine Stelle auf den Oberarmen von Steffen Grebner und Hubertus Wenisch. Sie wollen grippefrei in den Winter starten.

Von Annika Jensen

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