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Klipp: Hotel Mercure das wirkliche Problem

Weiter Streit um Weiße Flotte und Lustgarten in Potsdam Klipp: Hotel Mercure das wirkliche Problem

In der Debatte um die Gestaltung des Lustgartens hat sich Potsdams Baubeigeordneter Matthias Klipp (Bündnisgrüne) gegen Kritik des Garten-Experten Klaus von Krosigk gewehrt.

Potsdam. Wie berichtet, hatte Krosigk die Stadt vor dem Bau des neuen Hafengebäudes für die Weiße Flotte am Neptunbecken gewarnt. Der „massive Riegel“ würde die Wiederherstellung des Lustgartens unmöglich machen. Klipp schreibt in seiner Antwort: „Die Rekonstruktion der historischen Anlage des Lustgartens war nie Ziel der Neugestaltung, sondern seine Interpretation als neuer Ort und vielfältig nutzbarer Volksgarten für Potsdam.“

Das „Ensemble Schloss-Lustgarten“ sei mit der Sprengung der Schlossruine, dem folgenden massiven Ausbau der den Lustgarten durchquerenden Verkehrstrassen, dem Bau des Stadions und des Hotels Mercure sowie der Zuschüttung des Neptunbeckens zerstört worden, so Klipp. Eine Rekonstruktion des Vorkriegszustands liege nicht in der Absicht der Stadt und entspreche auch nicht den 1999 formulierten Sanierungszielen.

Für Klipp stellt nicht der geplante Neubau für die Weiße Flotte, sondern das Hotel Mercure „das eigentliche Problem im Raumbezug zwischen Schloss und Lustgarten“ dar. Es sei insbesondere kurz vor Fertigstellung des Landtagsneubaus „unübersehbar, wie erheblich das 17-stöckige Hotelhochhaus die gesamte stadträumliche Proportion der Potsdamer Mitte“ störe, so Klipp. „Es stört vor allem die Beziehung zwischen Schloss und Lustgarten, indem es die Sichtachse zwischen Nikolaikirche, ehemaligem Schloss und wiederhergestelltem Neptunbecken verstellt.“

Offenbar rechnet der Baubeigeordnete aber in absehbarer Zeit mit einem Abriss des Hotels. Jedenfalls, so schreibt er an den Garten-Experten Krosigk, würden „aufgrund von aktuellen Entwicklungen Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklungen des Mercure-Grundstücks und die entsprechende Änderung der Sanierungsziele erneut geprüft“. (Von Jürgen Stich)

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