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Potsdam Ärger um Klipps Hausbau geht weiter
Lokales Potsdam Ärger um Klipps Hausbau geht weiter
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23:06 08.07.2015
Matthias Klipp (Grüne). Quelle: Christel Köster
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Nauener Vorstadt

Das private Wohnhaus des Potsdamer Baubeigeordneten Matthias Klipp (Grüne) im Bertiniweg ist nicht fünf, sondern neun Quadratmeter größer geraten, als es laut Bebauungsplan hätte sein dürfen. Für diese Fläche erhielt Klipp eine Befreiung von den Auflagen des B-Plans. Das bestätigte der Bauverwaltungs-Chef. Er führt die Differenz zu den bisher von ihm genannten fünf Quadratmetern auf Rundungsroutinen bei der Errechnung der maximal zulässigen Quadratmeterzahl zurück – damit habe sein Architekt sich befasst. Er selbst, so Klipp, habe sich weitestmöglich heraus gehalten, weil ihm klar gewesen sei, dass die Mitarbeiter der Baubehörde in ihm den Chef und nicht irgendeinen Bauherrn sehen würden. Der Grünen-Politiker kündigte eine eidesstattliche Versicherung an, die Klarheit in die strittigen Vorgänge bringen soll. „Ich habe mir nichts vorzuwerfen“, sagt Klipp. „Ich werde selbstverständlich die Vorwürfe aufklären.“

Forderung nach einer Äußerung von Klipp wird lauter

Die bürgerliche Rathauskooperation, die Klipp ins Amt gewählt hat, erneuerte am Mittwoch ihre Forderung, Klipp möge sich erklären. Die Fraktionsvorsitzenden aus SPD, CDU/ANW, Grünen und Potsdamer Demokraten ließen wissen: „Die Kooperation ist sich einig, dass Matthias Klipp die am Mittwoch gemachten Vorwürfe, er habe die Öffentlichkeit und die Stadtpolitik mit seinen bisherigen Äußerungen nicht richtig informiert, ausräumen sollte.“

Darüber hinaus hält die Kooperation an dem von den Fraktionschefs gemeinsam vorgeschlagenen Weg fest: Die Obere Bauaufsicht (Landesregierung) soll die Bauakte prüfen. Außerdem soll die Stadtverwaltung darstellen, ob die Ausnahmeregelung, die Klipp die Extra-Quadratmeter möglich machte, „in ähnlich gelagerten Fällen“ auch auf andere Bürger angewandt werde. Die Prüfergebnisse liegen noch nicht vor. Laut Kooperation müsse der Baubeigeordnete die Möglichkeit erhalten, „sich dann zu den Ergebnissen zu äußern. Eine Bewertung werden wir erst nach Vorlage der Berichte vornehmen“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme.

Klipp beantragte eine Gebäudefläche von 169 Quadratmetern und liegt jetzt 5,8 Prozent über dem im B-Plan vorgesehenen Wert. Geringfügige Überschreitungen wie diese würden immer wieder genehmigt, bestätigte die Bauverwaltung – mehrere Dutzend Mal im Jahr. Der Ursprungskonflikt beruht auf der Tatsache, dass Klipp 37 Quadratmeter Straßenlandes mit gekauft hatte und diese in die Berechnung der Maximalgröße seines Hauses einflossen – die Fläche war aber Straßenland und hätte nicht Teil der Berechnungsgrundlage werden dürfen, das sei erst im Genehmigungsverfahren zu Tage gekommen, so Klipp.

Von Ulrich Wangemann

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