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Potsdam Ringerkolonnade kehrt zurück zum Schloss
Lokales Potsdam Ringerkolonnade kehrt zurück zum Schloss
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15:42 19.05.2015
Derzeit steht die Ringerkolonnade im Lustgarten. Quelle: Christel Köster
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Innenstadt

Der Abbau der sogenannten Ringerkolonnade am Neptunbecken im Lustgarten und die vorbereitenden Arbeiten zum Wiederaufbau am Steubenplatz vor dem Landtag beginnen in der kommenden Woche. Damit startet die aufwändige Umsetzung der Kolonnade zurück an den ursprünglichen Standort zwischen dem früheren Marstall und heutigen Filmmuseum zum einstigen Stadtschloss und jetzigen Landtag. Mit der Wiederaufstellung am Steubenplatz wird die Neugestaltung der Freiflächen rund um den Landtag im Rahmen der Sanierungsmaßnahme „Potsdamer Mitte“ abgeschlossen. Die Arbeiten werden durch den Sanierungsträger Potsdam im Auftrag der Landeshauptstadt durchgeführt.

Einst verbanden die Kolonnaden den Marstall mit dem Stadtschloss. Aufnahme aus dem Jahr 1933. Quelle: Potsdam Museum

Darüber hat die Stadtverwaltung jetzt den Bauausschuss informiert. Sie dämpfte bei der Gelegenheit aber gleich die Vorfreude der Abgeordneten, nun könne auch der schwer beschädigte Figurenschmuck der Säulenreihe saniert und wieder aufgestellt werden. Das werde „vorerst“ nicht geschehen, hieß es.

Eingelagert sind die Ringer, Putten und Vasen seit Mitte Dezember 2013 bei der Baudenkmalpflege Roland Schulze, die damals alle Plastiken vorsorglich abgebaut hat, weil immer wieder Teile abfielen und die Kolonnade deshalb schon drei Jahre lang abgesperrt war. Zuletzt konnte man ohne Kraftanstrengung in luftiger Höhe die schweren Puttenköpfe von ihren Körpern heben. Rost hatte die Stahlstützen im Inneren der Sandsteinobjekte aufgebläht und die Figuren gesprengt. Die Schmuckelemente warten nun ebenso auf ihre Sanierung und Geldgeber dafür wie die Figurengruppen vom Landtagsschloss, die aber großenteils weit schwerer beschädigt und umvollständiger sind.

Bei Denkmalpfleger Roland Schulze werden die Originalfiguren der Ringerkolonnaden gelagert. Quelle: Christel Köster

Die Kolonnadenfiguren waren zwar marode, sind aber größtenteils noch komplett. Man muss ihre Eisenstützen aus dem Stein bohren und durch Edelstahlstreben ersetzen, die nicht mehr rosten. Aber auch die Kolonnade selbst ist wegen Nässe angegriffen. Im Sockelbereich sind ganze Sandsteinplatten abgefallen und Bodenteile zerstört. Was die Sanierung des eigentlichen Baukörpers kostet, war gestern nicht zu erfahren. Auch die Restaurierung des Figurenschmucks kann noch nicht beziffert werden.

Von Rainer Schüler

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