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Potsdam Flüchtlingstrainer abschieben? Unklug!
Lokales Potsdam Flüchtlingstrainer abschieben? Unklug!
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12:33 27.02.2016
Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Wie widersinnig die Einwanderungspolitik in Deutschland ist, zeigt der Fall Zahirat Juseinov. Der Co-Trainer der Flüchtlingsmannschaft „Welcome United“ ist bestens integriert. Er lebt und ackert für seinen Fußballverein, hat einen Job, seine Kinder gehen auf Potsdamer Schulen und in hiesige Kitas – und doch droht ihm die Abschiebung.

Das ist zwar rechtens, aber unklug, um nicht zu sagen herzlos. Die Rechtslage ist viel zu starr, um diesem echten Sportsmann und seiner Familie eine Bleibeperspektive zu eröffnen.

Formal sind die Juseinovs natürlich Armutsflüchtlinge und Mazedonien kein Land, das seine Bewohner schikaniert und verfolgt. Aber rausschmeißen? Das ist völlig unangemessen.

Wir brauchen in Deutschland ein echtes Einwanderungsgesetz, das uns – neben dem auf Notfälle angelegten Asylrecht – erlaubt zu entscheiden, welche Leute wir herzlich aufnehmen, weil sie sich Mühe geben und gut für unser Land sind.

Augenzudrücken und Gnadenerweis – mehr haben wir derzeit nicht zu bieten. Ach ja: Und Sonntagsreden, wenn es gilt, ein Vorzeigeprojekt wie die Flüchtlingsmannschaft von Babelsberg 03 zu loben.

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