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"Scheinkandidaten" in der SPD und CDU

Gegenseitige Kritik nach der Kommunalwahl 2014 "Scheinkandidaten" in der SPD und CDU

Droht der SPD nun ein Streit unter Parteifreunden? Dies kann man nach der heftigen Kritik des SPD-Landrats von Potsdam-Mittelmark zumindest nicht ausschließen. Wolfgang Blasig wettert nämlich gegen "Scheinkandidaten" der CDU. Peinlich, denn sein Potsdamer Parteifreund Jann Jakobs ist selbst einer - und gibt das offen zu.

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Jann Jakobs (SPD)

Quelle: Christel Köster

Potsdam. Scheinkandidaturen sind pfui, da ist sich der SPD-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Wolfgang Blasig, sicher.  Er findet es unglaubwürdig, wenn Bürgermeister und andere hochbezahlte Verwaltungsbeamte sich um ein Parlamentsmandat bewerben, ohne dass sie es je antreten werden.  Da könnte sich Blasig trefflich fetzen mit seinem Potsdamer Parteifreund und Spitzen-Scheinkandidaten Jann Jakobs (SPD. Der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, der auf der SPD-Liste ordentlich Stimmen gezogen hatte, sagt im MAZ-Video: „Ich habe mich nicht zur Wahl gestellt, um gewählt zu werden.“ 

Blasig dagegen wettert gegen die CDU-Strategen im Kreis. „Es ist erstaunlich, wie die Taktik der Scheinkandidaturen aufgegangen ist.“ Die Bitternis in Blasigs Worten ist deutlich zu hören, nachdem die CDU bei der Kreistagswahl deutlich an der SPD vorbeigezogen ist - im Windschatten prominenter Bürgermeister wie dem von Werder/Havel, Werner Große, der allein 8392 Stimmen zog.  Mittelmarks Landrat sich nicht hatte bitten lassen, Stimmen zu fangen. Dagegen stand  sein Stellvertreter Christian Stein, ein CDU-Mann, weit oben auf der Liste der Christdemokraten.

Es sei, so ätzt Blasig, wenig wahrscheinlich, dass sein Vize für ein paar hundert Euro Aufwandsentschädigung im Kreistag seinen Spitzen-Job beim Kreis hinschmeiße.   

Die CDU-Kreis-Chefin Saskia Ludwig weist den Vorwurf des Wählerbetrugs zurück: „Zum einen war es hier und ist es anderenorts noch eine übliche SPD-Taktik, die angewendet worden ist“, sagte Saskia Ludwig (CDU). Zum anderen sei die Bestätigung der Bürgermeister der Beleg für gute Kommunalpolitik der Union.

Von Ulrich Wangemann

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