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Potsdam Kongsnaes verpasst das Weihnachtsgeschäft
Lokales Potsdam Kongsnaes verpasst das Weihnachtsgeschäft
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10:00 06.11.2017
Die Ventehalle und der Hafen am Jungfernsee sind ein Nebeneinander von nachgebauter Historie und neuzeitlichem Zweckbau. Quelle: ainer Schüler
Berliner Vorstadt

Der Kampf der Anlieger gegen das Kongsnaes-Projekt am Jungfernsee ist noch nicht vorbei: Über ihre beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg eingereichte Beschwerde gegen ein Berufungs-Urteil des Verwaltungsgerichtes Potsdam ist noch nicht entschieden und wird es so schnell auch nicht, wie eine OVG-Sprecherin der MAZ sagte. „Wir arbeiten derzeit Fälle von 2015 ab, und dies ist einer von 2016.“ Der Berliner Juwelier und Investor Michael Linckersdorff baut also die „kaiserliche“ Matrosenstation auf eigenes Risiko. Allerdings verlässt er sich auf eine gültige Baugenehmigung der Stadt Potsdam.

Projekt-Gegner scheiterten bereits 2015

Die Projektgegner hatten die Baugenehmigungen der Stadt zunächst mit einem Eilantrag beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg kippen wollen, der Anfang Juni 2015 aber abgewiesen wurde.

Die Gegner hatten im Wesentlichen geltend gemacht, es sei eine Großgastronomie für mehr als 400 Besucher geplant. Das sah das OVG in der Baugenehmigung der Stadt nicht bestätigt, denn es gibt eine Obergrenze von 122 Sitzplätzen. Ein gastwirtschaftliches Angebot darüber hinaus sei weder beantragt noch genehmigt worden, so das Gericht. Man könne die Schallbelastung für die Anwohner nicht aus den Quadratmetern Gastfläche errechnen, wie die Gegner das in einem Gutachten versucht hatten. Die so genannte Ventehalle (Empfangshalle) der Matrosenstation werde auf den alten Fundamenten errichtet und nicht größer als früher. Man könne in all dem keine Beeinträchtigung des Denkmalbereiches „Berliner Vorstadt“ und des Unesco-Weltkulturerbe-Status erkennen. Das zu erwartende Verkehrsaufkommen durch Besucher sei gegenüber den Antragstellern (Gegnern) „nicht rücksichtslos“.

Das untergeordnete Verwaltungsgericht Potsdam wies Ende Mai 2016 die Nachbarklagen von sieben Anwohnern gegen zwei städtische Baugenehmigungen zurück, eine für die Ventehalle plus Nebengebäude, eine für die Hafenanlage. Die Projektgegner legten Berufung beim OVG ein. Scheitern sie auch damit, ist die Auseinandersetzung beendet.

Derweil sucht Linckersdorff den Widersachern Wind aus den Segeln zu nehmen, indem er ankündigt, die Einnahmen aus der Vermietung der Gaststätte in eine gemeinnützige Stiftung zu stecken. Sie soll begabte Jugendliche fördern, die problematischen Verhältnissen entstammen.

Warten auf die Fenster

Die Ventehalle steht bereits als beeindruckender Rohbau, doch der Innenausbau stockt, weil Linckersdorff die schalldichten und reflexionsarmen Riesenfenster nicht bekommt, mit denen er die Veranda auf der Seeseite voll verglasen will, obwohl das im Originalbau nicht so war. Auf das Weihnachtsgeschäft 2017 muss er entgegen seinen Planungen verzichten. Die Eröffnung des Restaurants kündigt er nun für Ende Januar 2018 an. Das ist ein ehrgeiziger Plan, denn die Verhandlungen mit mehreren Bewerbern sind offenbar noch gar nicht abgeschlossen und der Innenausbau wegen der fehlenden Verandafenster trotz intensiver Arbeiten alles andere als abgeschlossen. Die Ventehalle ist in Polen gefertigt worden; sie ruht auf 40 geschnitzten Holzsäulen, eine jede 8,50 Meter lang. Neben der Halle steht der schmucklose Quader eines Funktionsgebäudes, in dem die Küche und die Toiletten unterkommen; krasser könnte der Kontrast nicht sein. Nach mehreren Farbversuchen hat man sich für einen dunkelgrünen Anstrich wie an den Wirtschaftsgebäuden der „Kolonie“ Alexandrowka entschieden.

Von Rainer Schüler

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