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Konrad-Wolf-Filme auf Drewitzer Dächern

Potsdam Drewitz Konrad-Wolf-Filme auf Drewitzer Dächern

Erst war es nur „Solo Sunny“, nun sind auch schon „Sonnensucher“ und „Sterne“ auf den Dachfirsten der Neubauschlange „Rolle“ zu lesen: Die Pro Potsdam saniert die Neubauten im Zuge des Umbaus zur Gartenstadt, und wo sie fertig sind, erscheinen die Filmtitel berühmter Konrad-Wolf-Streifen. Wenn’s fertig ist, soll’s auch chronologisch sein.

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„1980 Solo Sunny“ und „Fine“ sind schon zu lesen.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Drewitz. Sie haben mit dem letzten begonnen: „Solo Sunny 1980“ steht an einem Dachfirst an der Drewitzer Rolle am Konrad-Wolf-Park in der im Umbau und der Renovierung befindlichen Gartenstadt Drewitz. Direkt am Konrad-Wolf-Park gelegen, ist der Schriftzug durchaus ein Hingucker, auch wenn ihn viele zunächst nicht einordnen können. „Beim Umweltfest in Drewitz etwa bin ich vielfach darauf angesprochen worden“, sagt Carsten Hagenau, Sprecher des Arbeitskreises „Stadtspuren“ der Potsdamer Wohnungswirtschaft, in dem die Idee unter anderem ausgearbeitet wurde. Derzeit wird die Drewitzer Rolle Zug und Zug saniert, und so könnten und sollen noch sechs bis sieben weitere Filmtitel von Konrad Wolf künftig an den Dachfirsten prangen. Auswahl gäbe es genug, denn Konrad Wolf hat 15 Filme gedreht, von denen „Solo Sunny“ und „Der geteilte Himmel“ (1964) sicher die bekanntesten sind. Wolf wurde damit einer der bekanntesten Defa-Regisseure überhaupt, obwohl er früh mit 56 Jahren an Krebs starb (1925-1982).

Einen genauen Zeitplan, wann die nächsten Titel angebracht werden, gäbe es nicht oder sei ihm nicht bekannt, sagte Stadtspuren-Sprecher Carsten Hagenau auf MAZ-Nachfrage. Er sieht die Firstbenennung in guter Tradition stehend, habe es doch schon zu DDR-Zeiten das Konzept gegeben, die Straßen des Neubauviertels – es war das letzte vor dem Mauerfall und wurde nie ganz fertig gestellt – nach berühmten Filmschaffenden zu benennen. Da sei es „nur folgerichtig“, Konrad Wolf an der nach ihm benannten Straße beziehungsweise dem nach ihm benannten Park auch auf diese Weise zu ehren. Möglicherweise sollte eine Hinweistafel am Eingang zum Park auf die Firste aufmerksam machen, ansonsten schauen die Drewitzer oder ihre Besucher vermutlich fragend gen Himmel.

Da die gesamte „Rolle“ der städtischen Gewoba gehört und diese wiederum zur städtischen Immobilienholding „Pro Potsdam“, weiß man dort vermutlich genaueres über den Zeitplan, die Filmauswahl und die Kosten des gesamten Projekts. Weil der zuständige Mitarbeiter derzeit im Urlaub weilt, war aber eine kurzfristige Auskunft am Freitag nicht möglich. Da ein abschließendes „Fine“ an der äußersten Ecke der Rolle offenbar das Ende der Filmtitel markiert, darf davon ausgegangen werden, dass die Pro Potsdam in chronologisch rückwärtiger Reihenfolge die Werke Wolfs den „Rolle“-Bewohnern quasi aufs Dach stellt.

Von Jan Bosschaart

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