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Potsdam Konstantin Wecker unterstützt Pogida-Gegner
Lokales Potsdam Konstantin Wecker unterstützt Pogida-Gegner
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14:41 07.04.2016
Der Liedermacher Konstantin Wecker. Quelle: dpa
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Potsdam

Am heutigen Donnerstag werden wieder viele Potsdamer auf den Beinen sein, um gegen einen Aufzug der Pegida-Bewegung zu demonstrieren. Die hat zu ihrer inzwischen 10. Demo seit Jahresbeginn aufgerufen. Der Pegida-Ableger, der sich in Potsdam Pogida nennt, kann immer weniger Demonstranten mobilisieren. Die Gegner hingegen bekommen nun prominente Unterstützung.

Am Donnerstag wird Liedermacher Konstantin Wecker vor seinem Konzert im Nikolaisaal bei „Potsdam bekennt Farbe“ auftreten. Der Liedermacher ist bekannt dafür, in seinen Songs klar Position zu beziehen. Er setzt sich schon lange gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ein.

Wecker wird gegen 18.30 Uhr bei der Kundgebung erwartet. Laut Stadtsprecher Jan Brunzlow wird er auch zum Mikrofon greifen.

Zahlreiche Sperrungen und Einschränkungen

Wegen der Pogida-Demo und der zahlreichen Gegendemos wird es am Donnerstag ab dem späten Nachmittag zu einigen Verkehrseinschränkungen kommen. Ab 17 Uhr wird die Lange Brücke, die wichtigste Verbindung in die Innenstadt gesperrt. Sie wird wohl erst am Abend wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Hier geht am Donnerstag nichts mehr

Die Einschränkungen betreffen am 7. April 2016, ab etwa 17.Uhr die komplette Lange Brücke und deren Zufahrten. Im Einzelnen sind das:

1.Bereich Breite Straße in Richtung Lange Brücke: Kreuzung Dortustraße bleibt befahrbar, außer in Richtung Lange Brücke.

2.Leipziger Dreieck in Richtung Lange Brücke: Die Kreuzung bleibt befahrbar, außer in Richtung Lange Brücke.

3.Babelsberger Straße: Sperrung zwischen Auffahrt Lange Brücke und Kreisverkehr Humboldtring in beiden Fahrtrichtungen.

4.Friedrich-List-Straße: Sperrung in Richtung Lange Brücke. Die Ausfahrt aus dem Parkhaus am Bahnhof in Richtung Babelsberg bleibt möglich.

Unterdessen sorgen die Pogida-Anhänger bereits vor der Demo für Ärger und Verdruss – und das nicht nur wegen des erwartenden Verkehrschaos’. Die Potsdamer Verkehrsbetriebe sind verärgert darüber, dass Pogida für die heutige Demonstration auf Facebook mit einem Foto des Potsdamer Bahnhofsvorplatzes samt Busbahnhof und Straßenbahn wirbt. Die Verkehrsbetriebe wehren sich gegen die Vereinnahmung: „Wir distanzieren uns von der Nutzung dieses Bildes unserer Straßenbahn“, sagt Stadtwerke-Sprecher Stefan Klotz.

Von MAZonline

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