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Potsdam Krach um Puff im Plattenbau
Lokales Potsdam Krach um Puff im Plattenbau
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00:35 05.06.2014
Das betroffene Haus in der Fritz-Lang-Straße. Quelle: Josephine Abraham
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Potsdam

Zum wiederholten Mal haben sich Mieter an die MAZ gewendet, weil in ihrem Wohnhaus Prostituierte Freier empfangen. Nach Vorfällen in der Heinrich-von-Kleist-Straße in Babelsberg, wo das Mini-Bordell inzwischen verschwunden ist, finden nun auch in der Fritz-Lang-Straße in Drewitz käufliche Schäferstündchen statt. Die Mieter des Plattenbaus beklagen sich unter anderem über Schmutz im Hausflur: Dort sollen Zigarettenstummel und benutzte Kondome herumliegen. Am schlimmsten aber sei die nächtliche Ruhestörung durch sämtliche Geräusche, die das horizontale Gewerbe zu bieten hat – sei es Gestöhne oder der Staubsauger, der mitten in der Nacht angeschmissen wird, um die Spuren des letzten Freiers zu beseitigen.

„Wir können nicht mehr schlafen“, sagen die Mieter, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollen, weil sie Angst haben. „Dieses Bordell in unserem Haus ist Tag und Nacht für die Freier offen.“ Man habe bereits Kontakt zum Vermieter aufgenommen. „Mehrmals wurden wir vertröstet, dass ein Kündigungsschreiben herausgegangen ist. Bis heute ist aber nichts passiert.“ Auch auf Anfrage der MAZ wollte sich der Vermieter nicht äußern. Das Wohnhaus befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schiller-Gymnasiums und der Kita „Märchenland“.

Beim Ordnungsamt der Stadt ist bekannt, dass es in Potsdam mehrere Fälle von „Hausfrauenprostitution“ gibt – dass also Frauen ihre Leistung anbieten und entweder Hausbesuche machen oder die Freier in ihrer eigenen Wohnung empfangen. „Weil ein solches Gewerbe streng genommen gar kein Gewerbe ist, muss es auch nicht beim Gewerbeamt angemeldet werden“, sagt Stadtsprecher Jan Brunzlow. Ein richtiger Bordellbetrieb indes sei anzeigepflichtig.

Den geplagten Nachbarn hilft das nicht. Sie fragen sich, ob das Treiben, für das die Damen in eindeutigen Posen in einschlägigen Internetforen werben, in Privatwohnungen überhaupt erlaubt ist. Darüber habe der Vermieter zu befinden, so Brunzlow. „Die Art der Nutzung des Wohnraums innerhalb der üblichen Wohnzwecke steht jedem Mieter frei und ist innerhalb seines Vertragsverhältnisses mit dem Vermieter zu klären.“

Die Ausübung von Prostitution ist in Deutschland grundsätzlich nicht strafbar. Zudem besagt ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Berlin, dass Prostitution, die von Erwachsenen freiwillig und ohne kriminelle Begleiterscheinungen ausgeübt wird, nach den heute anerkannten sozial-ethischen Wertvorstellungen in der Gesellschaft – unabhängig von der moralischen Bewertung – im Sinne des Ordnungsrechtes nicht mehr als sittenwidrig anzusehen ist.

Von Josephine Abraham und Nadine Fabian

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