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Potsdam Krämer will bei Kommunalwahl kandidieren
Lokales Potsdam Krämer will bei Kommunalwahl kandidieren
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21:28 03.01.2018
Vor der Kommunalwahl 2014: Linken-Politiker Sascha Krämer und seine Frau Denise Dittrich, die FDP-Mitglied ist. Quelle: Christel Köster
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Potsdam

Der Ex-Linken-Kreischef und Stadtverordnete Sascha Krämer möchte bei der Kommunalwahl im Mai 2019 kandidieren. Das hat er gegenüber der MAZ bestätigt. Derzeit lebt Krämer mit seiner Frau Denise Dittrich und Sohn Philip (fast 2) in Johannesburg in Südafrika, wo seine Frau bei der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung arbeitet. Die Familie wird voraussichtlich im Mai 2019 nach Potsdam zurückkehren. Für den Wahlkampf würde Krämer aber schon im März oder April auf Zeit in die Heimat kommen. Außerdem könnte sich der 40-Jährige eine Kandidatur bei der Landtagswahl im Herbst 2019 vorstellen.

Auch von der Ferne aus verfolgt Krämer das Polit-Geschehen in der Landeshauptstadt. Nicht zuletzt soll die Kür von Martina Trauth, der parteilosen Bewerberin um die Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt, maßgeblich auf sein Konto gegangen sein. Aus seiner Sicht hat die städtische Gleichstellungsbeauftragte insbesondere einen Vorzug:„Sie steht außerhalb der Rathauskooperation und das braucht Potsdam.“ Ohnehin ist Krämer der festen Überzeugung, „dass Frauen anders Politik machen“.

Sascha Krämer und Denise Dittrich mit ihrem Sohn Philip in Kapstadt mit Blick auf den Tafelberg. Quelle: Privat

Die endgültige Wahl der Kandidatin findet am 13. Januar im Humboldtgymnasium statt, wo sich der Kreisverband ab 10 Uhr versammelt. Krämer zeigt sich zuversichtlich: Bei der Vorstellung in den fünf Ortsverbänden habe Trauth einen guten Eindruck gemacht; er rechne deshalb mit einer hohen Zustimmung bei der Wahl. Für den eigentlichen Wahlkampf planen die Linken etliche Formate wie Bürgerforen, Bürgersprechstunden und Expertenrunden zu diversen Themen wie Mobilität, Bildung und Soziales, um das Wahlprogramm gemeinsam mit den Bürgern zu verfassen. Dabei soll die Kandidatin Trauth Ideen der Bürger sammeln und mit ihnen diskutieren, so Krämer.

In seiner neuen Heimat Johannesburg hat er sich seit seiner Übersiedlung Ende Mai gut eingelebt. Begeistert ist er von der Kinderfreundlichkeit der südafrikanischen Gesellschaft, die sich unter anderem in der Qualität der Kinderbetreuung in den Kitas und in der Vielzahl von Familienrestaurants äußert. Krämers Sohn Philip besucht eine Montessori-Kita – auf 15 Kinder kommen vier Erzieher.

Sascha Krämer (l.) und seine beiden Nachfolger als Kreischefs, Kati Biesecke und Stefan Wollenberg. Quelle: Christel Köster

Doch trotz der Umgänglichkeit der Südafrikaner und der kulturellen Aufbruchsstimmung in Großstädten wie Johannesburg ist das Erbe des repressiven Apartheid-Regimes nach wie vor spürbar. „Auf engstem Raum findet man Arm und Reich; es gibt viel altes Geld, aber auch viele Bettler, die im Müll nach Essen suchen“, schildert Krämer seine Eindrücke. Gewöhnungsbedürftig sind auch die hohen Sicherheitsvorkehrungen, die die reicheren Viertel zu streng abgeschotteten Wohninseln machen.

In Sachen Digitalisierung sei Südafrika um Lichtjahre voraus, erzählt Krämer: „Mit Bargeld wird kaum noch gezahlt, stattdessen vielfach – selbst abends in Clubs – mit dem Smartphone.“ Auch das friedliche Nebeneinander der verschiedenen Religionen im öffentlichen Leben findet er bemerkenswert. Was ihn sonst noch beeindruckt: Die erstaunlich vielen Freiräume für Kreative, Gastronomen und Kulturschaffende und die innovativen preiswerten Wohnungen, die zum Beispiel aus übereinander gestapelten Schiffscontainern geschaffen werden.

Von Ildiko Röd

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