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Potsdam Krampnitz: Investoren wittern Morgenluft
Lokales Potsdam Krampnitz: Investoren wittern Morgenluft
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00:32 06.09.2015
Anlagen in der maroden Kaserne Krampnitz Quelle: Jacqueline Schulz
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Krampnitz

Kaum ist der Potsdamer Baubeigeordnete Matthias Klipp (Grüne) geschasst, wittern die privaten Investoren, die Krampnitz entwickeln wollen, ihre Chance. Noch am Montag – an diesem Tag suspendierte Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) Klipp – setzten die Rechtsanwälte der TG-Investorengruppe einen Brief an die Stadtverordneten auf. Tenor: „Die Enteignung ist weder erforderlich, noch rechtlich zulässig.“ Die Gruppe sei finanziell in der Lage, selbst das Wohngebiet zu entwickeln, Bürgschaften könne man sofort erbringen. Daran allerdings zweifelt das Land, das sich deshalb im Rechtsstreit mit der TG befindet. In ihrem Brief werben die Investoren für einen Vergleich in dem Rechtsstreit: Eine solche Einigung sei unmittelbar greifbar, beteuern die Investoren in dem Schreiben.

Tatsächlich erfolgte die Intervention der Immobilienunternehmer zwei Tage vor der Hauptausschusssitzung, in der die Entscheidung über Enteignungen auf der Tagesordnung stand. Die Charmeoffensive hatte Erfolg: Das Gremium nahm den Punkt von der Tagesordnung – unter Verweis auf das Schreiben. Dieses Papier lasse, so SPD-Vize-Fraktionschef Pete Heuer „manches in einem neuen Licht“ erscheinen. Der wegen Querelen um seinen privaten Hausbau beurlaubte Dezernent Klipp gilt als Verfechter einer Entwicklung des 112-Hektar-Areals in öffentlicher Regie. Er hat durchgesetzt, dass Krampnitz l zum Entwicklungsgebiet erklärt wurde. Dieser Status sieht Zwangsmaßnahmen bis zur Enteignung gegen unwillige oder überforderte Grundbesitzer vor. Damit lässt sich verhindern, dass ganze Areale brach liegen, weil einzelne Eigentümer sich sperren. Klipp hält die TG-Gruppe nicht für in der Lage, das Gebiet zu entwickeln.

Von Ulrich Wangemann

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