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Potsdam Krampnitz ohne Mietobergrenze
Lokales Potsdam Krampnitz ohne Mietobergrenze
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20:30 15.07.2018
Deutsche-Wohnen-Vorstand Michael Zahn (r.) mit Bert Nicke (Entwicklungsträger), Lars Wittan (Bauverwaltung), Oberbürgermeister Jann Jakobs und Baudezernent Bernd Rubelt (v.l.) in Krampnitz. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Krampnitz

Im neuen Potsdamer Stadtteil Krampnitz wird es keine Mietobergrenzen geben. Zwar sei im Kaufvertrag mit der Deutsche Wohnen AG als Großinvestor eine „Zielmiete von 8,50 Euro pro Quadratmeter und Monat für die Bestandsgebäude kalkuliert“, so die Verwaltung auf Anfrage der Fraktion Die Andere.

Doch „vertragliche Regelungen zur Einhaltung der genannten kalkulierten Zielmiete wurden nicht vereinbart“. Dann wird präzisiert: „Für eine Verpflichtung der Deutschen Wohnen zur Einhaltung der kalkulierten Zielmiete gab und gibt es keine rechtlichen Möglichkeiten.“

In ihrer Anfrage bezog sich die Andere auf Berichte, nach denen „die Deutsche Wohnen AG im Entwicklungsgebiet Krampnitz verpflichtet sei, Nettokaltmieten von 8,50 Euro anzubieten“.

Zur ersten gemeinsamen Pressekonferenz zu Krampnitz nach dem Einstieg seiner Gesellschaft im März 2017 hatte der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Wohnen AG, Michael Zahn, angekündigt, der durchschnittliche Mietpreis werde bei 8,50 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter liegen.

Potsdams Finanzdezernent Burkhard Exner (SPD) erläuterte damals im MAZ-Interview: „Wir haben Zielgrößen miteinander vereinbart. Die Deutsche Wohnen hat selbst ein Interesse, diese Mieten – durchschnittlich 8,50 Euro netto kalt pro Quadratmeter – zu erreichen.“

In der nicht öffentlichen Antwort auf die Anfrage der Anderen teilt die Verwaltung nun mit: „Maßnahmen zur Einhaltung der genannten kalkulierten Zielmiete wurden vertraglich nicht vereinbart.“ Abschlägig ist auch die Antwort auf die Nachfrage der Anderen zur Möglichkeit von finanziellen Nachforderungen gegenüber der deutschen Wohnen für den Fall, dass „die Verpflichtungen nicht eingehalten werden“.

Dazu schreibt die Verwaltung: „Im Rahmen des Kaufvertrages wurden keine entsprechenden Regelungen getroffen, um finanzielle Nachforderungen geltend zu machen, falls die kalkulierte Zielmiete nicht erreicht wird.“

Die Deutsche Wohnen AG will in Krampnitz bei einer Investitionssumme von 350 bis 400 Millionen Euro rund 1400 Wohnungen bauen. 900 davon sollen neu errichtet werden, 500 in sanierten Gebäuden der früheren Kaserne entstehen. Insgesamt sollen auf dem 112 Hektar großen Gelände nach aktuellen Plänen 3500 Wohnungen für bis zu 10 000 Einwohner gebaut werden.

Die deutsche Wohnen ist mit rund 100 000 Wohnungen der größte private Anbieter auf dem Berliner Wohnungsmarkt. In Krampnitz wird sie rund 25 Prozent der Flächen entwickeln. Der Baubeginn für die ersten Wohnungen in Mannschaftsgebäuden des ehemaligen Stabes ist für das erste Quartal 2019 angekündigt. Die ersten Mieter sollen 2021 in Krampnitz einziehen.

Wie berichtet, laufen aktuell Abriss- und bauvorbereitende Arbeiten. Gefallen sind bereits die in den 1980er Jahren vom Wohnungsbaukombinat Potsdam errichteten WBS-70-Plattenbauten.

Von Volker Oelschläger

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