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Potsdam Kritik an „Denkmalpflege light“ in Potsdam
Lokales Potsdam Kritik an „Denkmalpflege light“ in Potsdam
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09:10 02.07.2015
Jann Jakobs und Hartmut Dorgerloh (rechts). Quelle: Christel Köster (Archiv, 2013)
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Potsdam

Kritik an der möglichen Einführung eines Eintrittsgeldes für den Park Sanssouci parierte der Generaldirektor der Schlösserstiftung, Hartmut Dorgerloh, am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung mit der Feststellung, das mit zweierlei Maß gemessen werde: Wenn die Stadt diskutiere, für den verkleinerten Volkspark mehr Eintritt zu verlangen, müsse man fragen, wie man erklären solle, dass für den Park Sanssouci gar kein Eintritt genommen werde.

Mit ihrem zunächst auf fünf Jahre befristeten Beitrag von insgesamt fünf Millionen Euro für die Parkpflege hat die Stadt die vom Stiftungsrat geforderte Einführung des Eintrittsgeldes aufgeschoben. Dorgerloh fragte, ob es sinnvoll sei, vor einer Fortsetzung eine Bürgerbefragung durchzuführen, wie das in der Vereinbarung der Rathauskooperation festgelegt wurde.

Kontroversen gab es zum Pfingstberg. Dorgerloh wiederholte seine Kritik, dass die Stadt die Nutzung der Villa Henckel als Privatwohnsitz für Springer-Vorstand Mathias Döpfner überhaupt erst ermöglicht habe. Die Umzäunung eines größeren Teils des Parks als Pufferzone wird mit Sicherheitsinteressen des als gefährdete Person geltenden Managers begründet. Gegen die von mehreren Stadtverordneten vorgetragene Überlegung, den mit einen Bauzaun abgesperrten Park unter städtischer Regie verkehrssicher und damit wieder öffentlich zugänglich zu machen, sprach Dorgerloh auch mit der Feststellung: „Was ich gar nicht nachvollziehen kann, ist eine Art Denkmalpflege light.“

Ein Thema, das die Stiftung sehr beschäftige, sei das „Desaster“ Potsdam Tourismus Service: „Das ist richtig geschäftsschädigend“, sagte Dorgerloh mit Verweis auf die missglückte Beauftragung der Tourismus Mark Brandenburg mit dem Tourismusmarketing für Potsdam. Wie berichtet, rechnet die Stadt damit, dass der Vertrag nach einem Urteil des Oberlandesgerichts am 21. Juli hinfällig ist und sie ohne Dienstleister da steht. Dorgerloh: „Da hilft es doch nur, sich zusammenzusetzen und Lösungen zu finden.“

Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) warf der Stiftung mit Blick auf den Pfingstberg Eskalation vor: Es sei „außerordentlich bedauerlich, dass nicht nur juristisch Fakten geschaffen worden sind, indem Verträge geschlossen wurden“. Die Eskalation bestehe aber darin, „dort einen Zaun hinzusetzen und niemanden vorher zu informieren“. Zur Deeskalation empfahl er, die Gespräche wieder aufzunehmen und eine Rückabwicklung der Verträge zu prüfen.

Von Volker Oelschläger

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