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Potsdam „Kruso“-Premiere im Hans-Otto-Theater
Lokales Potsdam „Kruso“-Premiere im Hans-Otto-Theater
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11:08 16.01.2016
Christoph Hohmann (Krombach), Andrea Thelemann (Karola), Philipp Mauritz (Rick), Michael Schrodt (Koch-Mike), Raphael Rubino (Kruso), Holger Bülow (Ed), Eddie Irle (Rimbaud), Axel Sichrovsky (René). Quelle: HL Böhme
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Potsdam

Durch zahlreiche Regieeinfälle erwies sich die Bühnenfassung des Erfolgsroman „Kruso“ von Lutz Seiler am Potsdamer Hans-Otto-Theater als kurzweiliges Erlebnis. Vielleicht fehlte den letzten 30 der etwa 130 Minuten langen Aufführung etwas die Prägnanz, mit der der Schweizer Regisseur Elias Perrig dem opulenten ostdeutschen Wenderoman über weite Strecken zu Leibe rückt.

Das entlegene Betriebsferienheim „Klausner“ mit der angeschlossenen Großgaststätte auf der Insel Hiddensee wird durch einige Tische mit Igelitdecken und typische DDR-Polsterstühle, einem Abwaschbecken oder einem Kühlschrank angedeutet. Marsha Ginsberg schuf mit hohen Holzpaneelen einen eindrucksvollen schiffbugartigen Bühnenraum. Die Saisonkräfte hinter den Kulissen der Großgaststätte werden von neun Ensembleschauspielern dargestellt. Geschmeidig choreografierte Gruppenszenen vergegenwärtigen die Hektik eines solchen Restaurantbetriebs zu Stoßzeiten.

Ganz oben: Michael Schrodt (Koch-Mike), Mitte: Andrea Thelemann (Karola), Philipp Mauritz (Rick), Christoph Hohmann (Krombach), Axel Sichrovsky (René), unten: Raphael Rubino (Kruso), Holger Bülow (Ed), Eddie Irle (Rimbaud) Quelle: HL Böhme

Im Vordergrund steht die Freundschaft zwischen Ed (Holger Bülow) und Kruso (Raphael Rubino), die sich dem Countdown der DDR bis Mitte November 1989 entgegenstellen. Während der Koch (Michael Schrodt) und der Eisverkäufer (Axel Sichrowsky), der Oberkellner (Eddie Irle) und der Filialleiter (Christoph Hohmann) das sinkende Schiff verlassen, halten Ed und Kruso an ihrer Freundschaft auf verlorenem Posten und an der Utopie einer inneren Freiheit fest. Vor allem die klangliche Dimension der Inszenierung (Musik: Marc Eisenschink) hinterlässt eine starke Wirkung. Der Applaus war herzlich, aber nicht überwältigend.

Von Karim Saab

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