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Kühnengruß bei Pogida hat teures Nachspiel

RechtsextremistischeZeichen und Symbole Kühnengruß bei Pogida hat teures Nachspiel

Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist in Deutschland verboten. Doch immer wieder versuchen Neonazis, diese Verbote zu unterlaufen. So haben sie den Hitlergruß abgewandelt, indem sie ihn mit drei ausgestreckten Fingern ausführen. Diesen Kühnengruß zeigte ein Mann auf einer Pogida-Demo. Das hat Folgen.

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Feuer aus Frust gelegt

Die Anklagebank blieb am Dienstagvormittag leer.
 

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam.  Weil er bei der Pogida-Demonstration am 3. Februar 2016 im Schlaatz den Kühnengruß – eine Abwandlung des verbotenen Hitlergrußes – gezeigt haben soll, muss ein Mann aus Glindow (Potsdam-Mittelmark) eine Geldstrafe von 2400 Euro zahlen.

Der 39-Jährige war am Dienstagvormittag allerdings nicht zu der Verhandlung vor dem Potsdamer Amtsgericht erschienen. Er habe sich am Morgen krank gemeldet, teilte Richter Francois Eckhardt im Gerichtssaal mit, schickte die geladenen Zeugen wieder nach Hause und verhängte einen Strafbefehl über 80 Tagessätze à 30 Euro. „Wenn der Beschuldigte keinen Einspruch einlegt, ist die Sache erledigt“, so Eckhardt. Legt er Einspruch ein, werde es einen neuen Termin geben.

Mehrmals waren Anfang des Jahres Rechtsextreme, Asyl- und Islamkritiker und „besorgte Bürger“ zum Demonstrieren durch Potsdam gezogen. Der Widerstand gegen den Pegida-Ableger war indes groß, stets protestierten mehrere Hundert Potsdamer gegen die Pogida. Im Frühjahr schien die Bewegung bereits am Ende. Nun aber machen ihre Anhänger als „Freie Patrioten Potsdam“ weiter und planen – wie berichtet – für den 20. August eine Demonstration auf dem Luisenplatz.

Es war übrigens nicht der erste Gruß von Pogida-Teilnehmern: Schon im Januar hatte ein Pogida-Teilnehmer Naziparolen gerufen, d en Hitlergruß gezeigt und auch die Polizei bedroht.

Von Nadine Fabian

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