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Potsdam Künstler planen eigene Betreibergesellschaft
Lokales Potsdam Künstler planen eigene Betreibergesellschaft
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00:22 16.02.2019
Werbung für den Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum an der Fassade des Kunsthauses. Quelle: MAZonline
Innenstadt

Der Verein Freundliche Übernahme Rechenzentrum (FÜR) ist am Betrieb des geplanten Zentrums für die Kunst- und Kreativwirtschaft in der Potsdamer Stadtmitte interessiert. Die Absichtserklärung dazu wurde am Dienstagabend in einer Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen.

Der Verein wurde im Frühjahr 2017 zur Begleitung und Förderung des Kunsthauses im alten Rechenzentrum gegründet. Die meisten der aktuell 173 Mitglieder sind zeitweilig oder dauerhaft selbst Nutzer von Räumen in dem Gebäude, das nach aktuellem Stand noch bis Ende 2023 verfügbar ist.

Blick auf das Kunsthaus im Rechenzentrum. Quelle: Christian Morgenstern

Wie berichtet, soll bis dahin in der unmittelbaren Nachbarschaft ein neues Kunst- und Kreativquartier errichtet werden, das mit bis zu 10 000 Quadratmetern Nutzfläche fast doppelt so groß wie der aktuelle Bau werden soll. Im Gespräch ist unter anderem ein Teil des früheren Langen Stalls an der Plantage. Für Ende Februar ist vom Rathaus eine Machbarkeitsstudie angekündigt.

Gegenstand der nach MAZ-Informationen noch laufenden Untersuchung sind unter anderem eine Bedarfsanalyse, eine städtebauliche Baumassenstudie und erstmals auch Schätzungen zu den Baukosten. Die Studie soll auch Empfehlungen zur Bauherrenschaft und zum künftigen Betrieb geben.

Mit der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung empfiehlt sich der FÜR-Verein schon einmal als potenzieller Betreiber des geplanten Zentrums.

Baustelle für die Garnisonkirche, dahinter das Rechenzentrum. Quelle: Volker Oelschläger

Nötige Schritte wie die Anpassung der Rechtsform als wirtschaftlicher Verein oder die Gründung einer separaten Betreibergesellschaft als Genossenschaft oder gGmbH würden „derzeit vorbereitet“ und in Abstimmung mit den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie umgesetzt.

Seit Januar sei der Verein zudem Träger des Projekts „Büro Kosmos“, das sich ab März mit zwei Stellen aktiv in den Betrieb und die Vermarktung des Rechenzentrums einbringen soll.

Ziel sei es, in Absprache mit der Stiftung SPI als aktueller Betreibergesellschaft „schrittweise“ die Verwaltung des Kunst- und Kreativhauses Rechenzentrums zu übernehmen, um ein „selbstverwaltetes Management aufzubauen und zu ermöglichen“.

Blick auf das Rechenzentrum (r.), oben Mitte die Garnisonkirchenaustelle, links unten die abgerissene Feuerwache. Quelle: Christian Morgenstern

Das Bürogebäude des um 1970 errichteten Rechenzentrums an der reiten Straße mit dem markanten Mosaik „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ von Fritz Eisel am Sockelgeschoss wurde 2015 übergangsweise als Ateliergebäude freigegeben. Aktuell sind dort mehr als 200 Künstler und andere Kreative tätig.

Mittelfristig soll der DDR-Bau abgerissen werden, um Platz für den Wiederaufbau des Garnisonkirchenschiffs zu schaffen. 

Von Volker Oelschläger

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