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Potsdam Neues Buch zu Kulturerben in Potsdam
Lokales Potsdam Neues Buch zu Kulturerben in Potsdam
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00:22 28.09.2018
Im Potsdam Museum stellen Lars Schmäh, Vera Henze-Mengelkamp, Sabine Ambrosius, Vivien Taschner, Markus Wikke und Claudia Mucha das Buch „Kulturerben in Potsdam“ vor. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Kurz vor dem Mauerfall deckte man die zerstörte Bastion am Schillerplatz mit Erde ab. Das Geld fehlte, um die einstige Aussichtsplatform aus den 30 er Jahren an der Havel zu rekonstruieren. Jahrelang machten die Kinder im Winter aus dem begrünten Hügel eine Rodelpiste.

Seit 2005 engagieren sich 19 Menschen in dem „Förderverein zum Wiederaufbau der Bastion am Schillerplatz“ um die Rekonstruktion der Plattform. Viele der Mitglieder wohnen in der Siedlung am Schillerplatz und kennen die Bastion noch aus ihrer Kindheit.

Der Förderverein ist einer von den insgesamt 39 Potsdamer Vereinen und Initiativen der Baukultur, die in dem neuen Buch „Kulturerben in Potsdam“ vorgestellt werden. Das Buch ist ein Höhepunkt des diesjährigen Europäischen Kulturerbejahres. Auf 86 Seiten erzählen die Kulturerben von ihren Anfängen, Ideen und Zielen. Es ist ein buntes Buch zum Schmökern und Entdecken. Sich für seine Stadt engagieren, mitreden und mitgestalten können – das ist vielen Potsdamern wichtig. „Wir vergleichen natürlich schon auch die Städte miteinander und es ist ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal, dass sich in Potsdam so viele Menschen engagieren“, sagt Sabine Ambrosius von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt, „Netzwerke sind das beste, was einer Stadt passieren kann.“ Jeder, der sich engagieren möchte, kann sich künftig hier einen Überblick verschaffen.

Herausgegeben wird das Heft von der Stadt Potsdam in Kooperation mit dem Förderverein des Potsdam Museums. Und weil das Potsdam Museum auch das kulturelle Gedächtnis der Stadt ist, werden die Aufnahmen in die hauseigene Sammlung eingehen. „In 20 oder 30 Jahren kann man dann eine Ausstellung machen und auf 2018 zurückblicken“, sagt Markus Wicke, Vorsitzender des Födervereins Potsdam Museum. Die Broschüre erscheint in einer Auflage von 4000 Stück und ist kostenlos erhältlich. Das Projekt wurde vom Bau- und Kulturministerium mit 33 000 Euro, als Teil einer Dreier-Serie, gefördert. Ausgelegt wird es erstmalig am Samstag beim Fest der Kulturen auf dem Alten Markt. Eröffnet wird dieses um 14 Uhr von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) mit dem Jazzquartett Klangheimelig. Danach folgt eine Art Speed-Dating, bei dem sich die Potsdamer Vereine vorstellen. Podiumsdiskussionen mit allerlei Akteuren der Potsdamer wechseln sich mit Livemusik ab. Die Idee dahinter ist ein europäisch-italienisches Leben auf dem Alten Markt zu schaffen, erklärt Sabine Ambrosius. Krönender Abschluss des Abends wird ab 20 Uhr das Umsonst-und-draußen-Sommertheater „Russischer Abend“ sein. Auch das Potsdam Museum wird bis 19 Uhr seine Türen für nur drei statt fünf Euro öffnen. Der dritte Teil des geförderten Projektes werden noch Video-Filme sein, in denen sich die Vereine noch einmal vorstellen. Die Vorbereitungen dafür laufen in der nächsten Woche an. Die Filme werden voraussichtlich zum Ende des Jahres auf der Potsdam-Seite veröffentlicht.

Von Anne Knappe

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