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Kunst im Sex-Kino

Festival am alten Hauptbahnhof Pirschheide beginnt am 13. Juni Kunst im Sex-Kino

Das "Eroticats" ist Potsdam dienstältestes Sexkino - am 15. Juni laufen dort statt Pornos Kurzfilme. Das ist nur ein Teil des "Localize-Festival". Für drei Tage verwandelt sich der alte Potsdamer Hauptbahnhof in Pirschheide zu einer Kunstmeile. Mit dabei sind Musiker, Filmemacher und Theatermacher aus der Region. Das Festival wird am 13. Juni mit einer Perfomance von Hamburger Künstler eröffnet.

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Quelle: Localize

Potsdam . In der weitläufigen Halle riecht es nach Baustaub. Licht fällt durch die Fenster hoch oben unterm Dach. Die Luken der Fahrkartenschalter sind seit Jahren zugemauert. Zugemauert ist auch der Zugang zum Tunnel über dem Treppenaufgang, der früher zu den Gleisen Richtung Magdeburg und Berlin führte. Dorthin soll die Bühne kommen, sagt der Werderaner Unternehmer Ronald Engelhardt, der aus der Wartehalle des einstigen Hauptbahnhofs in der Pirschheide ein Kulturzentrum machen will. In der Mitte des Saals soll der Tresen aufgebaut werden. An der linken Seite mit den orangen Kacheln soll mit einer Galerie eine zweite Veranstaltungsebene entstehen.

Eröffnen will Engelhardt den neuen Tanztempel voraussichtlich am 23. November mit einer Feierabendparty nach der bundesweit ersten „Tram-Fashion-Show“, mit der im Programm der zweiten Potsdamer Designtage junge Mode in der Straßenbahn gezeigt werden soll. Später plant Engelhardt, der die Immobilie im vergangenen Jahr von der Bahn erworben hat, in der Halle bei einer Kapazität von 300 bis 500 Gästen donnerstags bis samstags Konzerte und Partys für Publikum ab 30 Jahren.

Einen Testbetrieb mit Publikum gibt es vom 13. bis 16. Juni, wenn die Wartehalle mit dem sechsten Localize-Festival zur Kunsthalle auf Zeit wird. Schon seit einigen Tagen wirbt ein buntes, vom Potsdamer Künstler Tom Korn gestaltetes Banner an der Front des Bahnhofs für das Fest, das sich unter dem Motto „Zug um Zug“ mit mehr als 20 Künstlern die Frage stellt: „Wie wollen wir spielen?“ Mehr als 100 Interessenten hatten sich nach Angaben von Festivalchefin Anja Engel beworben. Zentrales Exponat in der Wartehalle wird ein Glashaus der Berliner Kunst- und Designcombo „44 Flowers“ sein. In einem teils offenen Seitengang, der früher zum Kreuzungsgleis Potsdam-Stadt Richtung Michendorf führte, soll mit Bühne und Bar der Localizeclub eingerichtet werden. Eine Längswand wird von Sprayern gestaltet, die Sperrmauer vor dem Tunnel zum Bahnsteig wird zur Projektionswand für eine Videoinstallation. Auch der Bahnhofsvorplatz wird zur Spielstätte. In den ehemaligen Intershop kommt eine Kunstinstallation, und selbst das „Eroticats“, dienstältestes Erotikkino der Stadt, wird am Sonnabend, 15. Juni, erstmals in seiner Geschichte künstlerische Filme präsentieren.

Das komplette Programm finden Sie hier im Internet

Die Höhepunkte im Überblick:
  • Eröffnet wird das sechste Localize-Festival am Donnerstag, 13. Juni, um 18 Uhr mit einer Performance des Hamburger Krachkisten Orchesters. Die Improvisionäre aus Berlin entwickeln danach live mit dem Publikum ein Bühnenstück rund um Regeln, Störungen und Macht.
  • Der Festivalfreitag steht im Zeichen handgemachter Musik und Kurzfilmen. Highlight ist der als „Kasseler Klangsensation“ gefeierte Singersongwriter Milky Chance. Aus den besten Filmeinsendungen wurde ein Kurzspielfilmprogramm zusammengestellt.
  • Das Erotikkino „Eroticats“ öffnet für das Festival ausnahmsweise an einem Samstag. Die Bildschirme, über die sonst Pornos laufen, zeigen künstlerische Kurzfilme zu sexuellen Spielarten und Körperbildern. Am Samstagabend spielt die Thüringer Band Lilabungalow. Es folgt der in Berlin lebende New-Yorker Christopher Kline.
  • Das Hans-Otto-Theater entwickelt exklusiv für Localize das Stück „Transit: Boy meets girl“, in dem der Zuschauer per Würfelspiel das (Un-)Glück der Figuren mitbestimmt. Die Uraufführung dieser Inszenierung am Sonntagnachmittag soll nach einem Brunch der Festivalabschluss sein.
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