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Potsdam Kunstausstellung im Großen Waisenhaus
Lokales Potsdam Kunstausstellung im Großen Waisenhaus
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20:06 31.01.2014
Stolz auf ihre selbst getöpferten afrikanischen Vasen: Vincent (11), Clarissa und Robert (beide 12, v.l.). Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Das vom Kinder- und Jugendhilfeverbund Berlin-Brandenburg ins Leben gerufene Projekt "Kunst macht stark" richtet sich an sozial benachteiligte Kinder, die in Pflegefamilien und Wohngruppen aufwachsen. Gefördert werden die jungen "Lebenskünstler" unter anderem von der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam.

"Viele Kinder, die in der Jugendhilfe betreut werden, erleben schon in jungen Jahren Ausgrenzungen und haben oft Schwierigkeiten in der Schule. Die Kinder erfahren durch die Präsentation ihrer Kunstwerke eine hohe Wertschätzung", erläutert Katrin Nikiforow, Geschäftsführerin der Stiftung zur Vernissage am Freitag.

Das Förderangebot sei aber keine Therapie, betont Stephan March vom Jugendhilfeverein. "Die gezeigten Werke sind Ausdruck der Persönlichkeit der Kinder, die in den Ateliers eigene Ideen umgesetzt haben", so March weiter. "Ihr habt das Projekt mit Leben gefüllt - ihr könnt stolz auf euch sein", lobt er.

Michelle (17) kommt einmal im Monat in das Atelier der Waldorfpädagogin und Keramikerin Karola Wirth in Klein Neuendorf. Zuletzt zeigte die Künstlerin den Mädchen, wie sie Kugeln aus Ton formen. "Sie haben das Thema völlig verschieden umgesetzt", sagt Wirth und deutet auf die Vitrine.

Michelle etwa knetete eine Weltkugel. Am Nordpol hat das Mädchen aus einer Wohngruppe in Letschin eine Kette aus Jungen und Mädchen befestigt. Sie alle kommen von unterschiedlichen Kontinenten und halten sich an den Händen. Daneben zwei weiße Tauben: "Die stehen für Frieden. Damit Kinder überall auf der Welt glücklich sind", erklärt sie.

EIN HAUS MIT GESCHICHTE: DAS GROßE WAISENHAUS ZU POTSDAM

  • Die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück.
  • Gegründet wurde sie 1724 von König Friedrich Wilhelm I. Ursprünglich versorgte die Stiftung Kinder von Militärangehörigen; sie wurden unterrichtet und ausgebildet.
  • Das Gebäude , in dem die Stiftung bis heute ihren Sitz hat, wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom Baumeister Carl von Gonthard errichtet. Mit seiner krönenden Kuppel, dem Monopteros, wurde es zu einem markanten Wahrzeichen der Stadt Potsdam.
  • Im Krieg wurden große Teiles des alten Waisenhauses zerstört. Das Gebäude wurde bis 2004 wieder aufgebaut. Auf Beschluss der Landesregierung wurde 1992 die Stiftung wieder ins Leben gerufen.
  • Die Ausstellung „Kunst macht stark“ ist noch bis zum 14. März von Montag bis Freitag, 8 bis 18 Uhr, geöffnet.
  • Video: Im Januar 2012 galt es im Rahmen der "Spurensuche Friedrich 300" der Stadt Potsdam das Ehemalige Militärwaisenhaus zu entdecken.

Von Josefine Sack

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