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Potsdam Kurioses und Wertvolles unterm Hammer
Lokales Potsdam Kurioses und Wertvolles unterm Hammer
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11:54 07.04.2016
Die Online-Versteigerung startet um 18 Uhr. Quelle: Archiv/Köster
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Potsdam

Die 30. Online-Versteigerung außergewöhnlicher und gewöhnlicher Fundstücke in Potsdam startet ab 18 Uhr. Bei der Auktion sollen 135 Fundsachen unter den Hammer kommen. Zehn Tage lang steht das Auktionsportal offen, unter anderem werden für 31 Fahrräder sowie zahlreiche Mobiltelefone, Digitalkameras und Schmuck neue Besitzer gesucht. Alle angebotenen Artikel können in der Vorschau unter www.potsdam.de/fundsachen betrachtet werden.

3000 Sachen werden pro Jahr abgegeben

Gut 3000 Gegenstände werden jedes Jahr im Fundbüro der Landeshauptstadt abgegeben. Täglich kommen neue Sachen in die Schränke und Kammern des Fundbüros, beispielsweise verlorene und vergessene Mobilfunkgeräte, Regenschirme, Bücher, Brillen und Taschen gefüllt mit Kleidung. Aber auch Fahrräder, Digitalkameras, Navigationsgeräte, Autoschlüssel und Zahnprothesen gehören zu den Dingen, die Sylvia Rissmann als Mitarbeiterin im Fundbüro in den letzten Monaten entgegengenommen hat.

Damit die Sachen in den Kammern und Kellerräumen des Fundbüros nicht überquellen, werden brauchbare Gegenstände nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist versteigert.

Die Suche nach den Eigentümern ist oft erfolglos

Häufig melden sich die Eigentümer der Sachen nicht. Daher versuchen die Mitarbeiterinnen im Fundbüro möglichen Hinweisen an den Fundsachen nachzugehen, um den Eigentümer informieren zu können. Beispielsweise bei Telefonen oder Rucksäcken kann es vorkommen, dass es Anhaltspunkte auf den Eigentümer gibt. Auch bei abgegebenen Fahrrädern. Dabei werden Rahmennummern und falls vorhanden Codierung der Räder mit den Daten der Polizei verglichen. Ist ein Fahrrad als gestohlen gemeldet oder wird anhand einer Codierung erkannt, kann es dem Eigentümer wieder übergeben werden. Pro Jahr werden circa 150 Fahrräder im Fundbüro abgegeben, 31 davon werden wie zahlreiche andere Fundstücke bei der jetzigen Auktion unter den Hammer kommen. Angeboten werden allerdings nur Sachen, deren Eigentümer nicht ermittelt werden konnte und die sechs Monate aufbewahrt wurden.

Ab 18 Uhr kann’s losgehen: Das Online-Portal öffnet sich

Drei Mal im Jahr führt die Landeshauptstadt im Internet Versteigerungen von Fundsachen durch, die 30. startet nun um 18 Uhr. Pro Versteigerung hat die Landeshauptstadt damit Einnahmen zwischen 2000 und 3000 Euro erzielt. Das teuerste bislang verkaufte Fundstück war ein Trekking-Bike mit Carbon-Rahmen für 889 Euro. Nun werden neben zahlreichen Kleidungsstücken und Rucksäcken, MP3-Playern, Smartphones und Navigationsgeräten auch Brillen, Bücher und Sporttaschen versteigert.

Die Online-Versteigerung unter www.potsdam.de/fundsachen beginnt mit einem angegebenen Höchstpreis. Dieser Wert verringert sich in einem zeitlich festen Abstand bis zum jeweiligen Mindestgebot. Interessenten können also gleich zu Beginn zum Höchstpreis zuschlagen oder warten, bis der Preis fällt. Die Auktion selbst dauert zehn Tage „rund um die Uhr“. Sylvia Rissmann erklärt die Regeln der Versteigerung: „Die Gegenstände wurden nicht auf Funktionalität oder Beschädigungen geprüft.“

Umtausch ist ausgeschlossen, Schäden sind es nicht!

Eine Garantie und Gewährleistung wird nicht gegeben, ein Umtausch ist ausgeschlossen. Nach erfolgtem Zuschlag kann der ersteigerte Gegenstand umgehend gegen Bar- oder EC-Zahlung im Fundbüro des Bürgerservicecenters abgeholt werden. Ein Versand ist nicht möglich.

Das Fundbüro der Landeshauptstadt ist geöffnet montags 10 bis 18 Uhr, dienstags 8 bis 18 Uhr, freitags 8 bis 14 Uhr im Stadthaus, Friedrich-Ebert-Straße 79/81, Bürgerservice: 0331/2 89 15 87.

Von MAZ online

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