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Potsdam Stadtrundfahrt-Pferd stürzt am Luisenplatz
Lokales Potsdam Stadtrundfahrt-Pferd stürzt am Luisenplatz
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00:20 10.10.2018
Am Sonnabend stürzte das Kutschpferd am Luisenplatz und wurde leicht verletzt. Quelle: Foto: Privat
Brandenburger Vorstadt

Am Luisenplatz ist ein Pferd des Stadtrundfahrbetriebes Sengebusch während einer Fahrt gestürzt. Weil das Pferd längere Zeit auf der Straße liegen blieb, sorgte der Fall für Aufsehen sowie eine spontane Tierschutz-Demonstration am Sonntagmittag. Daran nahmen nach Auskunft der Anmelderin Lisa Waldmann vom Berliner Verein „Animals Care“ rund 25 Menschen teil; zu Vorfällen oder Konfrontationen mit Rundfahrkutschen kam es nicht.

Tierschützer haben in der Vergangenheit immer wieder erklärt, die Tiere seien ungeeignet für solche Rundfahrten, überfordert und oft erschöpft. Auch Modeschöpfer Wolfgang Joop kritisierte zuletzt immer wieder den Einsatz von Pferden bei Kutschrundfahrten. Deshalb war nach dem jüngsten Zwischenfall sofort von einem „Zusammenbruch“ des Pferdes die Rede.

Besitzerin Christiane Sengebusch wies das am Sonntagmittag gegenüber der Märkischen Allgemeinen Zeitung zurück. Das Pferd „Pedro“ sei auf einem als „tückisch“ geltenden, glatten Asphaltstück der Straße bei langsamem Tempo vor der Apotheke „ausgerutscht und gestürzt“, als der Kutscher wegen eines Autos bremsen musste. Ein Tierarzt sei in der Nähe gewesen und habe das Pferd untersucht. Das habe eine „Schürfwunde am Knie“ erlitten, sei aber weiter lauffähig gewesen. Es habe sich liegend ruhig verhalten und sei auf das Kommando des Kutschers wieder aufgestanden, berichtete Sengebusch. Der Fahrer habe die Gäste wieder einsteigen lassen und die Tour beendet.

Sengebusch zufolge war es an diesem Tage erst die zweite Tour des 8-jährigen Pedros und seines Bruders Oskar: „Von Erschöpfung kann gar keine Rede sein.“ Alle 16 Tiere des Unternehmens würden „auf Kraft gefüttert. Wir wenden dafür 24 Tonnen Hafer pro Jahr auf.“ Es gebe unterwegs Wasser zu trinken und am Wendepunkt an der Historischen Mühle von Sanssouci einen Wasserspender.

„Pedro“ wurde ausgespannt und auf die Weide gebracht. Ein Arzt der Tierklinik Seeburg untersuchte ihn und bestätigte die Harmlosigkeit der Wunde. Trotzdem bleibt das Pferd eine Woche „zu Hause“. In einer Woche kommt es wieder auf die Straße. „Dort haben die Pferde nichts zu suchen“, bekräftigt Lisa Waldmann, weil sie auf Pflaster und Asphalt keinen festen Tritt haben, mitten unter Autos laufen und sich vor Autos auch erschrecken können. Vor einigen Jahren war nahe des Neuen Palais von Sanssouci ein Sengebusch-Pferd mit leerer Kutsche durchgegangen, weil es sich angeblich vor einen startenden Auto erschreckt hatte.

 

Von Rainer Schüler

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