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Potsdam Kutschstallhof bekommt ein „Haus am Platz“
Lokales Potsdam Kutschstallhof bekommt ein „Haus am Platz“
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01:15 28.07.2018
So soll der Bürobau im Sommer 2019 aussehen. Quelle: twentyfourpixel
Innenstadt

Das Ensemble des Kutschstallhofs wird komplettiert. Bis zum 2019 entsteht über einer bestehenden Tiefgarage ein Büro- und Verwaltungsgebäude mit rund 1250 Quadratmeter Nutzfläche. Damit wird die letzte offene Kante des hinter dem Neuen Markt versteckten Platzes bebaut.

Dort stand über Jahr die Skulptur „Jahrhundertschritt“

An gleicher Stelle standen bis vor wenigen Jahren noch Fragmente der Fassade des Potsdamer Stadtschlosses und anschließend die Bronzefigur „Jahrhundertschritt“ von Wolfgang Mattheuer, die nun im Hof des Museums Barberini einen Platz gefunden hat. Hinter dem Neubau steht indirekt auch der Bauherr des Museum Barberini und Mäzen der Stadtschlossfassade, Software-Unternehmer Hasso Plattner.

Die Baustelle auf dem Kutschstallhof am Neuen Markt. Das Haus entsteht in direkter Nachbarschaft zum Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) Quelle: Friedrich Bungert

Vermarktet wird die Gewerbefläche als „Haus am Platz“

Auf Immobilienplattformen im Internet, wo das Projekt unter dem Eigennamen „Haus am Platz“ beworben wird, wird die Endowment DR Real Estate GmbH mit Sitz an der Seestraße am Heiligen See genannt. An gleicher Adresse hat auch die Hasso Plattner Capital Germany GmbH ihren Sitz, die wiederum als Bauherrenvertreter fungiert.

Unternehmensbereiche aus dem direkten Umfeld von Hasso Plattner werden allerdings nicht in der Innenstadt unterkommen. „Das Gebäude soll ausdrücklich an Dritte vermietet werden“, erklärt eine Sprecherin der Endowment DR GmbH auf Anfrage der MAZ. „Wir führen derzeit bereits Gespräche mit potenziellen Mietern, eine Vermietung einzelner Flächen ist jedoch noch nicht erfolgt“, heißt es weiter. Über die Investitionssumme werden keine Angaben gemacht. Bis zu fünf Mieter können in dem Bürogebäude mit drei Etagen in der Nachbarschaft des Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) und des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Platz finden.

Entwurf von den Schöpfern des Museum Barberini

Der Entwurf für das „Haus am Platz“ stammt aus dem Architekturbüro Hilmer & Sattler und Albrecht in Berlin, die in Potsdam unter anderem die Entwürfe für das Museum Barberini und den Wiederaufbau der Garnisonkirche geliefert haben. Im Frühjahr 2016 begannen die Planungen. Federführend bei dem Entwurf war Architekt Thomas Albrecht. „Durch den komplexen Bebauungsplan hatten wir sehr starke Vorgaben, etwa was die Dachneigung und das Material von Dach und Fassade angeht. Es ist aber kein historistischer Bau“, erklärt Albrecht.

Aus der Geschichte des einstigen Hofs für die königlichen Kutschpferde wurde vor allem das Motiv der Ställe aufgegriffen und „die Gleichartigkeit und Aufreihung der Tore“ bei den Fenstern im Erdgeschoss, übernommen. „Es gibt keine Unterscheidung zwischen diesen Toren, keinen Haupteingang“, sagt der Architekt. Als moderne Elemente nennt er die fast unmerkliche Überhöhung der Fensterstürze in einem leichten Bogen und eine Profilierung des Putzes.

An aufgereihte Stalltore sollen die Erdgeschossfenster erinnern – ein subtiler Bogen bildet ein modernes Element. Quelle: twentyfourpixel

Früher standen an gleicher Stelle drei kleinere Gebäude

Der Kutschstallhof mit der prächtigen Tordurchfahrt am Neuen Markt war historisch vor allem kleinteilig mit Wagenremisen und weiteren Ställen bebaut. Einen direkten Vorgängerbau für das neue Gebäude gab es nicht. Laut der Denkmalpflege der Stadt befanden sich um das Jahr 1900 drei kleinere Baukörper auf dem jetzigen Baufeld.

Von Peter Degener

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