Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam Ladenhüter Lenin
Lokales Potsdam Ladenhüter Lenin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:48 18.06.2017
Adieu, roter Bahnhofsvorsteher: Am 12. Mai 1992 wurde der Kopf des Dresdner Lenin-Denkmals abtransportiert. Quelle: Foto: dpa
Anzeige
Potsdam

Frank Ehlert hat schon einige aufsehenerregenden Auktion geleitet. Er hat die Interieurs der traditionsreichen Potsdamer Lokale „Gastmahl des Meeres“ und „Café Melody“ versteigert und das Inventar der durch die ZDF-Weißkittelserie bekannt gewordenen Schwarzwaldklinik an den Mann gebracht. Am Samstag hatte der Potsdamer Auktionator sechs ganz besondere Posten unter dem Hammer: die monumentalen Denkmale von Wladimir Lenin, Josef Stalin, Ernst Thälmann (gleich zweimal im Angebot), Klement Gottwald und Antonin Zapotocky. Alle Herren fanden, nachdem sie im Osten vom Sockel gestürzt worden waren, eine Heimat bei Grabmalunternehmer Josef Kurz im bayrischen Gundelfingen.

Niemand hat Interesse

Teuerster Steinkollos bei der Online-Versteigerung des Hauses Auktionspunkt: der zwölf Meter hohe und 80 Tonnen schwere Lenin aus Granit, der bis 1992 gegenüber dem Dresdner Hauptbahnhof Wache hielt. Für den „roten Bahnhofsvorsteher“, wie er genannt wurde, rief Ehlert einen Startpreis von 150 000 Euro auf. Doch weder Lenin noch die anderen steinernen Genossen – Stalin gab es schon für 58 000, Thälmann für 11 000 Euro – wurde der Auktionator los. Es habe einige Interessenten gegeben, unter anderem aus Russland, aber am Ende gab keiner ein Gebot ab. „Uns war vorher klar, dass das eine extrem schwierige Nummer wird. Bei alten Autos kann man leichter einschätzen, wie es laufen wird“, sagte Ehlert am Sonntag der MAZ. „Für diese Auktion brauchten wir unseren ganzen Mut, aber ein Anfang ist gemacht: Die Auktion hat zum Nachdenken angeregt.“ Ein Stadtrat der Linken in Dresden hat angeregt, die Figur in die Stadt zurückzuholen.

Lenin bleibt vorerst im Süden

Einstweilen bleiben die Figuren in Bayern. „Sie nehmen dort nicht viel Platz weg und fressen kein Brot“, sagt Ehlert, „insofern hat der Auftraggeber keine große Eile.“ Vier Wochen dauert der Nachverkauf jetzt. Liebhaber können Angebote für die Skulpturen machen. Überzogen findet Ehlert die vom Sammler ursprünglich angesetzten Summen nicht. Man müsse unpolitisch rangehen. „150 000 Euro für eine Skulptur – das ist gar nichts. Der Kunst tun wir keinen Gefallen, wenn wir die Werke zu niedrig anbieten.“

Von Marion Kaufmann

Potsdam Zivile Drogenfahnder im Nuthepark - Polizei schnappt Dealer und Kiffer in Potsdam

Am vergangenen Wochenende nahm die Polizei in Potsdam einen Dealer im Nuthepark fest. Bei ihm wurden Hunderte Ecstasy-Pillen und mehre hundert Gramm Marihuana gefunden. Viele Drogenkonsumenten waren aber anscheinend längst versorgt, denn nach und nach gingen den Beamten einige, zum Teil sehr junge, Kiffer ins Netz.

15.04.2018

Die zweite Ausstellung im Museum Barberini am Alten Markt in Potsdam hat am ersten Tag nicht den ganz großen Besucheransturm ausgelöst. Auch konnten die Erwartungen nicht aller Besucher erfüllt werden.

17.06.2017
Potsdam Vor verschlossenen Türen - Termin-Stau im Potsdamer Bürgerservice

Immer wieder beschweren sich Potsdamer bei der MAZ darüber, dass sie keinen Termin im Bürgerservice oder der Kfz-Zulassung bekommen. Der Online-Kalender ist auch jetzt für die nächsten vier Wochen nahezu dicht. Wie stark die Nerven sein müssen, wenn man zum Beispiel ein Auto abmelden muss, zeigt die Geschichte, die uns ein Potsdamer Lehrer erzählt hat.

17.06.2017
Anzeige