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Land gibt grünes Licht für Radweg an der L 92

Hoffnung im Potsdamer Norden Land gibt grünes Licht für Radweg an der L 92

Wer es einmal gewagt hat, mit dem Rad von Fahrland nach Marquardt zu fahren oder umgekehrt, wird die Tour nicht so schnell vergessen. An der schmalen, viel befahrenen Straße gibt es keinen Radweg – den fordern die Einwohner im Potsdamer Norden schon lange. Nun hat sich auf Drängen der Bürgerinitiative die Verkehrsministerin eingeschaltet – die Sache nimmt Fahrt auf.

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Im Oktober führe eine Fahrraddemo von Fahrland nach Marquardt. Die Polizei sicherte die Teilnehmer ab – normalerweise sind die Radler auf der L92 auf sich allein gestellt.

Quelle: Jan Kiaulehn

Fahrland. Im Potsdamer Norden wächst die Hoffnung darauf, dass nun doch der lang geforderte Radweg zwischen Fahrland und Marquardt gebaut wird. Wie Tina Lange von der Bürgerinitiative Fahrland mitteilt, hat sich die Verkehrsministerin eingeschaltet. „Wir haben im November eine Stellungnahme zum abgelehnten Radweg an der L 92 von Fahrland nach Marquardt an die zuständige Ministerin Kathrin Schneider (SPD) gerichtet und nun ein positives Antwortschreiben erhalten“, so Tina Lange. In dem Schreiben kündigt das Ministerium an, das Vorhaben in die Bedarfsliste für Außerortsradwege an Landesstraßen aufzunehmen – es werde dann entsprechend der Bewertung in das Planungsprogramm des Landesbetriebs aufgenommen. Einen Haken gibt es aber: Die Liste gilt für Vorhaben bis 2030. Wann genau der Radweg innerhalb der nächsten zwölf Jahre gebaut werden kann, steht also noch in den Sternen. „Wir bleiben natürlich dran, damit er deutlich eher kommt“, so Tina Lange. „Aber leider müssen wir uns ja schon freuen, dass er überhaupt kommt.“

Im Juli 2017 war der Radweg entlang der L 92 eines von vielen Themen in der großen Einwohnerversammlung in der Fahrländer Turnhalle. Die Landeshauptstadt habe in dieser Versammlung darüber informiert, dass sie in Verhandlungen mit dem Land über den Radweg stehe und es nur noch um die Frage gehe, wann er gebaut wird, so Tina Lange. Eine Antwort auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Anita Tack (Linke) zur Anbindung des Ortsteils Fahrland an den Bahnhof Marquardt habe allerdings offenbart, dass das Land bisher überhaupt nicht beabsichtigt hatte, einen Radweg zu bauen. „Die Straßenbauverwaltung plant derzeit keinen straßenbegleitenden Radweg an der L 92“, heißt es in der Antwort. „Im Rahmen der Fortschreibung der Radwegebedarfsliste für Landesstraßen wurde der Bedarf geprüft. Die B 273 und der Ort Marquardt sind von Fahrland aus kommend über einen parallel verlaufenden und für Radfahrende nutzbaren landwirtschaftlichen Weg zu erreichen.“ Ein Fehler, den die Bürgerinitiative mit ihrem Schreiben an die Ministerin aufräumen wollte. „Offensichtlich hat unsere Schilderung der realen Gegebenheiten vor Ort – es existiert kein paralleler Feldweg, wie vom Ministerium und von Googlemaps behauptet – dazu geführt, dass der Radweg nun doch endlich eingeplant wurde Seitens des Landes, das Baulastträger der Straße ist“, so Tina Lange.

Von Nadine Fabian

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