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Land schafft Platz für die Schwertfegerstraße

FH-Gebäude am Alten Markt verschwindet 2017 Land schafft Platz für die Schwertfegerstraße

Das alte Fachhochschulgebäude am Alten Markt in Potsdam soll Ende 2017 komplett geräumt und zum Abriss freigegeben werden. Das teilte die Landesregierung in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Steeven Bretz mit. Ursprünglich sollte dort bereits 2013 mit dem Wiederaufbau der Häuserzüge beidseits der einstigen Schwertfegerstraße begonnen werden.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Potsdam. Das Grundstück ist für die laufende Teilrekonstruktion der historischen Innenstadt nach dem Leitbautenkonzept von zentraler Bedeutung. Es erstreckt sich über zwei der insgesamt fünf Baufelder, auf denen historische Straßenzüge wieder hergestellt werden sollen. Zum möglichen Abriss des Fachhochschulgebäudes hatte es schon seit geraumer Zeit keine verbindlichen Terminvorgaben mehr gegeben.

Ursprünglich sollte dort bereits 2013 - unmittelbar nach der Fertigstellung des Stadtschlossneubaus - mit dem Wiederaufbau der Häuserzüge beidseits der einstigen Schwertfegerstraße begonnen werden. Verzögerungen auf der Baustelle des neuen Campus der Fachhochschule an der Pappelallee waren der Grund dafür, dass der Lehrbetrieb im alten Gebäude mit mehr als 1000 Studenten einstweilen weiterging. Nach dem zwischen Stadt und Land abgeschlossenen Grundstückskaufvertrag müsste der Bau bis Ende 2018 geräumt sein. Doch die Landesregierung geht nach eigenen Angaben nunmehr davon aus, dass die letzten für den kompletten Umzug nötigen Gebäude an der Pappelallee 2017 Verfügung stehen.

Quartier mit umstrittenen Wohnblock

Bretz begrüßte den neuen Zieltermin, äußerte aber die Erwartung, dass der Umzug noch früher erfolgen könnte. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Neubauten an der Pappelallee schneller vorankommen.

Zu dem in Plattenbauweise errichteten Wohnblock am Staudenhof teilte die Landesregierung auf Bretz' Anfrage mit, dass nach den aktuellen Sanierungszielen für die Potsdamer Mitte die "Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses und damit der Abriss des Staudenhofes einschließlich Neuordnung und Neubebauung vorgesehen" sei. Das deckt sich mit dem jüngsten Stadtverordnetenbeschluss zu diesem Quartier, nach dem der Wohnblock noch bis zum Jahr 2022 Bestandsschutz bekommen und danach fallen soll. Im Bereich des Staudenhofs zwischen der Straße Am Alten Markt, der Nikolaikirche, der einstigen Kaiserstraße und dem Platz der Einheit befindet sich das fünfte und letzte Baufeld des Leitbautenkonzeptes.

Das Quartier mit dem umstrittenen Wohnblock, dem Gebäude der Fachhochschule, der damaligen Wissenschaftlichen Allgemeinbibliothek am Platz der Einheit und dem parkähnlich gestalteten Staudenhof wurde in den 1970er Jahren als Teil einer neu gestalteten Stadtmitte erbaut. Im Bibliotheksgebäude wurde im vergangenen Jahr nach einem Komplettumbau das neue Bildungsforum eröffnet. Ein letzter politischer Anlauf der Linken und der "Anderen", mit der Wohnplatte am Staudenhof einen weiteren Teil des Ensembles zu erhalten, scheiterte Anfang Mai in der Stadtverordnetenversammlung.

Von Volker Oelschläger

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