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Potsdam Land zahlt 2,2 Millionen Euro für Garnisonkirche
Lokales Potsdam Land zahlt 2,2 Millionen Euro für Garnisonkirche
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19:35 27.08.2018
Die Garnsonkirchenbaustelle, im Hintergrund das als Kunsthaus genutzte alte Rechenzentrum. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam/Innenstadt

Das Land Brandenburg hat den Wiederaufbau der Garnisonkirche bisher mit knapp 2,2 Millionen Euro gefördert. Beantragt wurden von der Stiftung Garnisonkirche bisher insgesamt fast 6,8 Millionen Euro. Das hat die Landesregierung jetzt auf Anfrage der Potsdamer Abgeordneten Anita Tack (Linke) mitgeteilt.

Der größte Teil der Förderung kam aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen (PMO) der DDR. Fünf Millionen wurden im Jahr 2009 beantragt, im Jahr 2011 bewilligte das Land 2,09 Millionen Euro „für die Anschaffung exponierter Einzelbauteile und zur Erstellung von Planungsunterlagen“. 2018 wurde von der Stiftung ein weiterer Antrag auf 1,57 Millionen Euro Förderung aus dem PMO-Vermögen gestellt.

Ein weiterer Fördertopf für den Wiederaufbau der Garnisonkirche sind die von Kulturministerium verwalteten Mittel aus der Glücksspielabgabe für Lotterien und Sportwetten. Von 2007 bis 2011 wurden laut Landesregierung in vier Raten insgesamt rund 116 000 Euro beantragt, von denen 100 000 Euro zugewendet worden seien.

Aktuell liege der Staatskanzlei ein weiterer Antrag auf Mittel aus der Glücksspielabgabe in Höhe von 20 000 Euro zur Finanzierung der Büroausstattung für den Wissenschaftlichen Beirat der Garnisonkirchenstiftung vor, der im Herbst zu seiner ersten Sitzung zusammenkommen soll.

Auf eine weitere Frage Tacks hieß es, die Landesregierung bemühe sich „derzeit nicht um Bundesmittel für den Bau der Garnisonkirche“. Bisher wurden vom Bund zwölf Millionen Euro für den Wiederaufbau der Garnisonkirche bereit gestellt, die allerdings erst zu einem geringen Teil abgerufen wurden. Weitere fünf Millionen Euro werden von der Evangelischen Kirche als Kredit gewährt.

In ihrer Anfrage verweist die Linken-Politikerin Tack auch darauf, dass nach aktueller Beschlusslage in Potsdam „keine städtischen Finanzmittel für die Wiedererrichtung der Garnisonkirche zur Verfügung zu stellen“ seien.

660 000 Euro wurden von der Stadt allerdings bereit gestellt, um die Verlängerung des Kunsthauses im Rechenzentrum bei laufendem Baustellenbetrieb abzusichern. Nach ursprünglichen Planungen sollte das von den Künstlern genutzte Gebäude abgerissen sein, bevor mit dem Wiederaufbau des Garnisonkirchturms unmittelbar daneben begonnen wird.

Mit dem städtischen Zuschuss werden laut Rathaus unter anderem Brandschutzmaßnahmen und Umplanungen finanziert. Wie berichtet, ist die zunächst auf drei Jahre befristete Zwischennutzung des DDR-Baus als Kunst- und Kreativhaus um fünf Jahre bis Ende 2023 verlängert worden.

Von Volker Oelschläger

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