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Potsdam Landtagswahl: Ex-Grüner Andreas Menzel kandidiert für Freie Wähler
Lokales Potsdam Landtagswahl: Ex-Grüner Andreas Menzel kandidiert für Freie Wähler
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14:38 28.11.2018
Andreas MEnzel bei einer Aktion in Groß Glienicke. Quelle: Volker Oelschläger
Potsdam

Die Freien Wähler gehen mit einem bekannten Potsdamer Lokalpolitik-Rebellen ins Rennen um das Landtags-Direktmandat: Andreas Menzel (60) tritt 2019 als Kandidat für BVB/Freie Wähler im Wahlkreis 21 (Potsdam-Nord/Mitte) an.

Menzels Themen: Umwelt, Verkehr und freie Ufer

Spitzenkandidat und Landtagsabgeordneter Péter Vida lobt Menzel „für eine geradlinige und entschlossene Politik“, die er bis 2014 als Stadtverordneter in Potsdam und bereits in dritter Wahlperiode als Ortsbeiratsmitglied in Groß Glienicke zeige. „Er stellt Bürgerinteressen stets über Parteibelange“, so Vida weiter: „Menzel wirbt für eine Stadtentwicklung, die die Belange der Umwelt und einer sinnvollen Verkehrsführung stärker in den Mittelpunkt rückt. Dazu gehört insbesondere eine bessere Anbindung der Ortsteile durch den ÖPNV sowie die Durchsetzung freier Ufer in Potsdam und ganz Brandenburg.“

Menzel bringt sich oft für Umweltthemen ein. Er ist aktiv für den BUND und für die Groß Glienicker Initiative für einen freien Uferweg. Bis 2014 war er Mitglied der Grünen, wurde allerdings aus der Partei ausgeschlossen. Hintergrund war sein Streit mit Fraktionskollegen und Potsdams damaligen grünen Baubeigeordneten Matthias Klipp. Das Bundesschiedsgericht der Partei bestätigte den Rauswurf im März 2017.

Einsatz gegen „Swarte Pieten“ und „Mohrenrondell“

Immer wieder schaffte es Menzel, politisch streitbare Themen auf die Agenda zu setzen. So kritisierte er das „Black Facing“ der „Swarten Pieten“ beim Sinterklaas-Fest – inzwischen schminken sie sich nicht mehr übertrieben schwarz – sowie das aus seiner Sicht rassistische „Mohrenrondell“ im Park Sanssouci.

Zuletzt lag Menzel mit der Stadtspitze und der Immobilienholding „Pro Potsdam“ in der sogenannten Rathaus-Leaks-Affäre über Kreuz. Er hatte unternehmensgeheime Informationen aus dem Aufsichtsrat in der Stadtverordnetenversammlung preisgegeben. Dafür zeigte die „Pro Potsdam“ ihn an. Allerdings geriet Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) in die Kritik, weil die Immobilienholding erst über ein weitergegebenes Protokoll der nicht-öffentlichen Sitzung über Menzels Aussage informiert wurde.

Péter Vida erhofft sich von Menzels Engagement für die Freien Wähler den Einsatz „eine Stärkung der bürgerschaftlichen Mitwirkungsrechte und mehr Transparenz in der Arbeit der städtischen Gesellschaften“. Menzel wurde bei der Zentralversammlung von BVB/Freie Wähler mit großer Mehrheit gewählt.

Von Alexander Engels

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