Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Lange Brücke hält nicht mehr lange

Potsdam Lange Brücke hält nicht mehr lange

Die Lange Brücke in Potsdam nähert sich langsam dem Ende ihrer Lebenszeit. In den 1990er-Jahren ist die Brücke saniert worden, damals ging man von einer Restlaufzeit von 20 Jahren aus. Wie die Sanierung genau vonstatten geht ist unklar. Klar ist aber, dass es teuer wird.

Lange Brücke, Potsdam 52.3930063 13.0623004
Google Map of 52.3930063,13.0623004
Lange Brücke, Potsdam Mehr Infos
Nächster Artikel
Potsdam-Museum unter Baustellendruck

Die Lange Brücke in Potsdam ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Mitte. Die Lange Brücke ist bereits ein Senior – von 1958 bis 1961 erbaut und Anfang der 1990er Jahre grundlegend saniert – nähert sie sich langsam dem Ende ihrer Lebenszeit. „Die Brücke hat nach ihrer Sanierung noch 20 Jahre geschafft, jetzt befinden wir uns in der Phase des Sahnehäubchens“, sagte Elke Reuschel, Professorin in Potsdam und Leipzig und Inhaberin eines Ingenieurbüros. Reuschel kennt die Brücke „wie ihre Westentasche“.

Elke Reuschel vor einem der Zugdrucklager

Elke Reuschel vor einem der Zugdrucklager.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Nobert Praetzel, Chef der Straßen und Grünflächen in der Stadt, sagte, die neue Brücke könnte etwas schmaler ausfallen, weil ja Straßenbahn und Radweg auf eine separate Brücke verlegt wurden. Einen Sanierungsplan will er bis 2019 vorlegen können, auf dass die Brücke in die Investitionsplanung der Stadt für 2020 bis 2022 rutscht. Eine Sanierung oder ein Neubau werde in jedem Fall bei laufendem Verkehr nötig, da die Lange Brücke einer der Lebensadern Potsdams darstelle. Allerdings sei es noch zu früh, darüber zu spekulieren, ob der über eine Behelfsbrücke oder einseitige Sperrungen geregelt würde, ebenso „unseriös“ wäre die Frage nach den Kosten, so Praetzel. Mitarbeiter des Ingenieurbüros schätzten derweil grob 50 bis 60 Millionen Euro für einen Neubau.

9cb3b5ea-7697-11e6-8999-37d76bd32adf

Sie war ein hartes Stück Arbeit und ein Aushängeschild für die Ingenieurskunst ihrer Erbauer: Die aktuelle Lange Brücke entstand 1958 bis 1961.

Zur Bildergalerie

Die Begehung der Brücke am Freitag erfolgte aus Anlass des 600. Geburtstags des Havelübergangs: Seit 1416 gab es dort stets eine Brücke, erst aus Holz, später aus Stein, dann aus Stahl und wie heute aus Beton. 180 Potsdamer durften einen Blick in die Innereien werfen und erfuhren, was für eine gewaltige ingenieurstechnische Leistung die technisch einzigartige Spannbetonbrücke bildete. Elke Reuschel belegte dies an den Lagern, die nicht nur auf Druck reagieren – am Ende und Anfang der Brücke – sondern auch auf Zug, etwa wenn sich die Brücke durch Belastung in der Mitte durchbiege. Trotz hoher Wartungsintensität seien sie „ein Meisterwerk“. Um die Lebenszeit zu verlängern, wird derzeit eine Sperrung für Schwerlaster über 30 Tonnen vorbereitet. Auch eine Ampelpförtnerung wäre noch denkbar, um sie zu entlasten.

Lange Brücke

Die Lange Brücke sind eigentlich vier Brücken über Alte und Neue Fahrt in beiden Richtungen.

Kurfürst Friedrich I. von Hohenzollen ließ die erste „brügke gen dem Teltow“ 1416 aus Holz errichten.

Der eingesetzte Spannstahl ist korrosionsgefährdet, weshalb der Senior der Brücken nun jedes Jahr statt alle drei Jahre aus Risse geprüft wird.

Von Jan Bosschaart

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam
Potsdams Innenstadt - vor und nach dem Krieg

Der 14. April 1945 ist ein sonniger, warmer Frühlingstag – ein Sonnabend.  Um 22:15 Uhr ertönen die Sirenen, Bomben fallen auf Potsdam und wenig später marschiert die russische Armee in Potsdam ein. Das Stadtbild ist ein anderes geworden.

Das Protokoll zum Luftangriff: www.maz-online.de/Nacht-von-Potsdam

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg