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Potsdam Lange Nacht der Begegnungen in Potsdam
Lokales Potsdam Lange Nacht der Begegnungen in Potsdam
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19:21 13.10.2015
Christopher Hanf ist der Organisator des Begrüßungsfestes Quelle: Volker Oelschläger
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Potsdam

Zweimal hatte der syrische Rapper Mohammed Abu Hajar in seiner Heimat Gefängnis und Folter überstanden. Als die dritte Verhaftung drohte, verließ er das Land. Über Libanon, Jordanien und Italien kam er nach Berlin. Am Donnerstag wird der Syrian-Rapper auf der Bühne der Reithalle des Hans-Otto-Theaters stehen. Er ist einer von zahlreichen Künstlern des Festivals „A Place to Live – Flüchtlinge willkommen“, das zu einer „Langen Nacht der Begegnungen“ werden soll.

Organisiert wird das Fest vom Dramaturgen Christopher Hanf, der mit Beginn der Spielzeit von Marburg nach Potsdam wechselte. Viele Kollegen kennt er noch aus seiner Zeit 2001 bis 2008 am Magdeburger Theater, das damals vom heutigen HOT-Intendanten Tobias Wellemeyer geleitet wurde. Die Lange Nacht der Begegnungen sei Ende August verabredet worden: „Wir waren uns alle sehr schnell einig, dass das ein Thema ist, das uns als Theater sehr direkt und unmittelbar angeht.“ Hanf nahm Kontakt zu Initiativen auf wie „Potsdam hilft“, die im Mai ein Willkommensfest für 1000 Flüchtlinge veranstalteten, zur Geschäftsstelle für ein Tolerantes und Sicheres Potsdam und zu „Ref.connect“, die Flüchtlinge und Sprachmittler zusammenbringen. Erste Kontakte zu Potsdamer Flüchtlingen knüpfte er im Staudenhof und in der Heinrich-Mann-Allee.

Das Festival umgeht Sprachbarrieren mit einer Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen mit Musik, Tanz und Film. Eröffnet wird das Fest mit einem Buffet, zu dem Schauspieler, Flüchtlinge und Afrikanerinnen des Frauenkulturzentrums Prima Donna ebenso beitragen wie das Ristorante Villa Haacke. In und vor der Reithalle gibt es Kunst und Informationsstände.

Lange Nacht der Begegnungen

Eröffnet wird der Abend in der Reithalle am Donnerstag um 18 Uhr mit einem Buffet. Es gibt Gelegenheit, einander kennen zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Patenschaften zu übernehmen. Dolmetscher sind vor Ort.

Präsentiert wird Kunst von Khaled Al-Boushi (Syrien/Deutschland), Murhaf Husam Eddin (Syrien/Deutschland) und Kathrin Olrogge (Potsdam).

Das Bühnenprogramm startet um 20 Uhr mit Senegambigha, einer Percussion-Performance mit sechs aus Westafrika stammenden Musikern. Es folgen ein interkulturelles Tanz- und Theaterstück „Du und Ich“ mit Kindern aus Lybien, Syrien, Kamerun und Deutschland, syrische Musik mit Nabil Hilaneh und Reham Maslmani, Syrian Rap mit Abu Hajar.

Gezeigt werden auch Fotografien von zwei Flüchtlingen aus Kamerun und Eritrea, die mit der Kamera in der Hand Potsdam erkundeten. Das Bühnenprogramm wird um 20 Uhr von der African Trance Percussion Group Senegambigha eröffnet. Der Eintritt ist frei.

Von Volker Oelschläger

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