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Langer Stall könnte 2019 wieder stehen

Potsdam Langer Stall könnte 2019 wieder stehen

Die Initiative „Mitteschön“ wirbt für einen Umzug der Kreativen vom Rechenzentrum an die Plantage. Dort könnte bis Ende 2019 der kriegszerstörte Lange Stall wiedererrichtet sein.

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So könnte das Kreativhaus Langer Stall aussehen.

Quelle: Mitteschön

Innenstadt. Ende 2019 könnte der kriegszerstörte Lange Stall zwischen dem früheren Gelände der Alten Feuerwache und der Plantage als neues Kreativzentrum wiedererrichtet sein. Das hat die Initiative „Mitteschön“ am Freitag bei einer Pressekonferenz zur Potsdamer Mitte erklärt.

Voraussetzung dafür sei, dass alle erforderlichen Schritte – angefangen von einer Machbarkeitsstudie über die Stadtverordnetenentscheidung bis hin zur EU-weiten Ausschreibung des Projektes mit Konzeptvergabe an einen Investor – möglichst zügig über die Bühne gehen. Geschätzter Kostenpunkt des Langen Stalls, der ohne Unterkellerung in Holzständerbauweise errichtet werden soll: zehn Millionen Euro. Die Initiative plädiert für den Umzug der Kreativen aus dem Rechenzentrum in den Langen Stall: „Dieser Standort würde den Künstlern langfristige Planungssicherheit bringen“, so Sprecherin Barbara Kuster. Bislang hat sich das Kreativen-Netzwerk „Kulturlobby“ zurückhaltend geäußert. Der Lange Stall wäre nur als eine Erweiterung des Standortes Rechenzentrum denkbar, erklärte Sprecher André Tomczak kürzlich. Kuster konterte gestern: Sie fühle sich bei Tomczaks Äußerungen an den Spruch „Den kleinen Finger geben und dann die ganze Hand wollen“ erinnert.

Mietkorridor von 6,50 bis 7,50 Euro

Dass die Nutzung des Rechenzentrums als Kreativhaus nach aktuellem Stand bis 2023 verlängert werden könnte, findet keinen Beifall bei „Mitteschön“. Die Künstler sollten „möglichst schnell umziehen können“, so Kuster. Wichtig ist der Initiative dabei die finanzielle Zumutbarkeit für die Kreativen. Einen „Mietkorridor von 6,50 bis 7,50 Euro netto kalt,“ will „Mitteschön“-Mitglied Ulrich Zimmermann.

Aufhänger für die Pressekonferenz von „Mitteschön“ war die Einladung zu einer Dinner-Demo am 27. August ab 18 Uhr auf dem Alten Markt. Dabei will die Initiative – im Hinblick auf die FH-Besetzung durch Abrissgegner – ihrerseits die Botschaft vermitteln: „Die Potsdamer sind nicht alle gegen die Politik der Stadt“, so Kuster. Die Veranstaltung mit Essenständen, Tischen, Musik und Tanz steht unter dem Motto: „Alter Markt – weiter geht’s“. Als Gäste angefragt sind Moderator Günther Jauch und Barberini-Museumsgründer Hasso Plattner. Willkommen sind den Veranstaltern ausdrücklich auch die FH-Abriss-Gegner, betonten die „Mitteschön“-Aktivisten.

Von Ildiko Röd

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