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Larissa Aimée Breidbach als Malermuse

Schauspielerin des Hans-Otto-Theaters bald im Kino Larissa Aimée Breidbach als Malermuse

Kino und Theater: Die Potsdamer Schauspielerin Larissa Aimée Breidbach ist ab Donnerstag zweimal zu sehen – im Film „Egon Schiele – Tod und Mädchen“ sowie auf der Bühne im Jugendtheaterstück „Auf Eis“.

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Larissa Aimée Breidbach spielt die Varietétänzerin Moa Mandu im Kinofilm „Egon Schiele – Tod und Mädchen“, der am Donnerstag startet.

Quelle: Verleih

Schiffbauergasse. Sich „engagiert zu empören“, das sei als Nackte gar nicht so einfach. „Man trägt eben nicht die richtige Garderobe“, erinnert sich Larissa Aimée Breidbach lächelnd an den Dreh zu „Egon Schiele – Tod und Mädchen“, in der sie einen Disput mit dem Maler ausfechten sollte. Nackt zu argumentieren, zumal Schiele-Darsteller Noah Saavedra gegenüber saß und ihr nicht direkt in die Augen blickte, sei eine Herausforderung gewesen. Die Szene ging erstmal in Lachen unter. Die Potsdamer Theaterschauspielerin verkörpert in dem Künstlerporträt Moa Mandu, eine ganz und gar schillernde Persönlichkeit: Varietétänzerin und Aktmodell, mit nicht völlig klarer, mythenumrankter Herkunft.

Deshalb stand die zarte Schöne nicht nur ausnahmsweise hüllenlos vor der Kamera. Das sei bereits im Casting klar gewesen. „Man gewöhnt sich an Nacktheit – wenn sie in der Geschichte der Figur angelegt ist und nicht der Quote dienen soll“, sagt Larissa Aimée Breidbach. Ihren Regisseur Dieter Berner kennt sie noch von der Filmuniversität „Konrad Wolf“. Dort studierte sie von 2008 bis 2012. Der Österreicher war Professor für Schauspiel, hatte sie als Elevin ausgewählt. Wie passend, dass die gebürtige Mühlheimerin „Filmszenenstudium“ bei ihm hatte. Jahre später dann das Casting für „Egon Schiele“.

Am kommenden Donnerstag startet im Kino das Porträt über den Wiener Maler, der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen originellen, erotisch aufgeladenen Werken einer der meist diskutierten Künstler seiner Zeit war. Berner lässt in seinem Film einen der prägendsten Künstler der Wiener Moderne aufleben und hat ein episches Zeitbild geschaffen.

Wer Larissa Aimée Breidbach erleben will, kann also ins Kino gehen – oder in die Reithalle des Hans-Otto-Theaters. Dort feiert am Donnerstagabend das von Aurelina Bücher inszenierte, so gegenwärtige Jugendtheaterstück „Auf Eis“ Premiere. Larissa Aimée Breidbach, die seit der Spielzeit 2015/16 zum HOT-Ensemble gehört, steht darin als Svenja auf der Bühne. Das Teenie-Mädchen stammt aus gutem Hause, hat einen netten Freund, Tom, und eine beste Freundin, Lea. Zwischen das Trio drängt sich eines Tages „Ice“, die fiese Droge Crystal Meth. Während Tom und Lea bald von ihr abhängig werden, widersteht Svenja. Sie wird zu einer Außenseiterin. Ein Gefühl, dass der Schauspielerin nicht ganz unbekannt ist. „In der Schule ging es mit ebenso, wir sind oft umgezogen.“ Das war’s dann schon mit den Larissa-Svenja-Parallelen. Denn mit harten Drogen habe die deutlich jünger wirkende 33-Jährige nie etwas am Hut gehabt.

Vergleicht Larissa Aimée Breidbach beide Figuren, sei ihr die Moa Mandu mit „ihrer Zerrissenheit, ihren Träumen“ näher als Svenja. Überhaupt, in der Zeit, in der „Egon Schiele“ angesiedelt ist, „hätte ich gern gelebt – so für ein Jahr“, sagt die Schauspielerin. Svenja hingegen trage „so viel Naivität, Unverbrauchtheit, Ungelebtes“ in sich.

Die Gretchenfrage unter Schauspielern – Kino oder Theater? – hat Larissa Aimée Breidbach noch nicht für sich beantwortet. Sie mag sich nicht entscheiden, wenn sie nicht muss. „Ich mag beides wahnsinnig gern. Am liebsten würde ich beides kombinieren“, sagt sie. Ausschlaggebend, eine Rolle zu verkörpern. sei hier wie dort die Geschichte.

Info: „Egon Schiele – Tod und Mädchen“, ab Donnerstag im Thalia-Kino, Do.-Sa., 18.45 Uhr, So. 10.45 & 20.45 Uhr, Ticketreservierungen unter Tel. 0331/743 70 20. „Auf Eis“ feiert am Donnerstag um 18 Uhr in der HOT-Reithalle Premiere, Ticketreservierungen unter Tel. 0331/98 118.

Von Ricarda Nowak

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