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Lauf, Pegida, lauf

Rechts gegen Rechts Lauf, Pegida, lauf

Zweimal ist eine rechte Pegida-Demo in Potsdam bereits gescheitert. Die Freude unter den Gegendemonstranten war groß. Dieses Mal dürften sie sich aber auch freuen, wenn die Fremdenfeinde doch ins Laufen kommen sollten. Denn ein Geschäftsmann aus Potsdam hat sich etwas Besonderes einfallen lassen.

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Einige Potsdamer hoffen, dass die Pegida-Anhänger am Mittwoch ihre Plakate nicht nur zeigen, sondern auch herumtragen.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Potsdam.  Es ist eine simple, aber wirkungsvolle Idee. Rechte demonstrieren und unterstützen damit ein Aussteiger-Programm für Rechtsextreme. Bei großen Neonazi-Demos sind so schon mehr als 10.000 Euro zusammengekommen. Bei Youtube gibt es Videos davon zu sehen.

10.000 Euro werden am Mittwoch in Potsdam wohl nicht zusammenkommen, wenn Pegida-Anhänger demonstrieren. Aber ein Geschäftsmann aus Potsdam hofft, dass die Demo zumindest ins Laufen kommt. Denn für jeden Meter, denn die Fremdenfeinde laufen, spenden der 37-Jährige und etwa zehn Freunde einen festen Betrag an „Exit Deutschland“, einer Organisation, die Neonazis beim Ausstieg aus der Szene hilft.

„Wenn die schon laufen, soll es auch einen Sinn haben“

„Ihr seid das Volk – ich bin Volker“, sagt der Mann, der schlicht Volker genannt werden will. Er arbeitet in Berlin und Potsdam. Auf die Idee zum Rechts-gegen-Rechts-Spendenlauf brachte ihn ein Freund. „Wenn die schon laufen, soll es auch einen Sinn haben“, sagt der Potsdamer. Am Montag hat er dann Freunde und Geschäftspartner abgeklappert und einen Spenderkreis zusammengestellt.

Spender muss den Pegida-Leuten auf die Füße schauen

Der Mittwochabend könnte für den 37-Jährigen stressig werden. Denn er kann nicht einfach nur zur Anti-Pegida-Demo am Lustgarten gehen. Er muss den Pegida-Leuten auf die Füße schauen. „Ich werde am Abend zum Hauptbahnhof gehen“, sagt er. Am Bahnhof werden sich die Fremdenfeinde treffen. Dort soll dann auch der Demozug beginnen. „Ich muss dann natürlich schauen, wie viele Meter sie zurücklegen.“ Wahrscheinlich wird er alle paar Meter eine Markierung auf die Straße setzen um so den Überblick zu bewahren. Die Polizei habe er informiert.

Die Rechten konnten in Potsdam noch nicht Fuß fassen und laufen

Allein, dass die Pegida-Bewegung ins Laufen kommt, scheint doch recht unwahrscheinlich. Zwei Demos scheiterten am massiven Gegenprotest, der Polizei schien ein Pegida-Marsch zu gefährlich. Die Rechten mussten abziehen. Auch für diesen Mittwoch hat sich wieder enormer Protest angekündigt.

„Wenn sie nicht laufen, auch gut“, sagt Volker. Er und seine Freunde dann eben so an Exit spenden. Und: So wie es aussieht, will Pegida wöchentlich in Potsdam demonstrieren. Für Volker, seine Freunde und natürlich die Rechten bieten sich also noch viele Möglichkeiten für einen Spendenlauf.

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Von MAZonline

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