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Potsdam Lauter Protest bei Infoabend gegen Redebeitrag
Lokales Potsdam Lauter Protest bei Infoabend gegen Redebeitrag
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09:17 11.12.2015
Martina Kruse will ein Begegnungscafé für Flüchtlinge ins Leben rufen. Quelle: Christel Köster
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Babelsberg

Nach dem Vorbild in Kleinmachnow will Martina Kruse von der evangelischen Friedrichskirchgemeinde in Babelsberg ein Begegnungscafé für Flüchtlinge eröffnen. Spiele, Musik und Gespräche bei Kaffee und Kuchen sollen Neu-Potsdamer mit Alteingesessenen näher bringen. Im Januar soll es eine Koordinationsveranstaltung für potenzielle Helfer geben, kündigte Martina Kruse am Donnerstagabend beim nunmehr 28. Flüchtlings-Infoabend der Stadt an. Rund 200 Babelsberger besuchten die Veranstaltung in der Motor-Sporthalle.

Nach einem etwa vierwöchigen Umbau ziehen voraussichtlich Mitte Januar an den Standort Konsumhof – auf zwei Etagen des markanten weißen Eckgebäudes – 52 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Pakistan. Weitere zehn Notbetten können dort untergebracht werden.

Wer zieht ein und für wie lange?

Einziehen werden insbesondere Familien, auch Mütter oder Väter mit ihren Kindern, sagte die Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger (parteilos).

Der Standort sei auf drei Jahre samt Option auf eine zweijährige Verlängerung ausgelegt. Träger einer Potsdamer Unterkunft ist erstmals die gemeinnützige L.I.T.H.U. GmbH aus Berlin.

Geschäftsführer ist das Sozialarbeiter-Ehepaar Krause, das seine Vornamen aus Angst vor Anfeindungen verschweigt. L.I.T.H.U.-Mitarbeiter betreuen in Berlin vier Turnhallen mit insgesamt 580 Flüchtlingen.

Am Konsumhof wird sich tagsüber ein vierköpfiges Team um die Flüchtlinge kümmern. Nachts ist ein Wachdienst vor Ort. Die Krauses arbeiten mit dem Projekthaus Babelsberg zusammen, in dem es unter anderem Workshops für Flüchtlinge gibt.

Umstrittener Vorschlag

Ein Gast des Info-Abends brachte das abgelegene Gelände an der Michendorfer Chaussee als möglichen Standort für ein „Asylantenheim“ ins Gespräch. „Wir wollen doch alle, dass sich die Asylanten in der Stadt nicht so breit machen“, sagte er und erntete lautstarken Protest etlicher Anwesender.

Elona Müller-Preinesberger ging dennoch auf den „Vorschlag“ ein. Das Gelände sei marode und unzumutbar. „Wir als Stadt sind der Ansicht, dass man Miteinander leben nicht am Rand lernen kann.“

Daniel Keller, Vorstandschef des SV Motor Babelsberg, will interessierten Flüchtlingskindern Schnupperstunden in Boxen und Judo anbieten.

Wer helfen möchte: www.fluechtlingshilfe-babelsberg.de

Von Ricarda Nowak

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