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Potsdam Lea Rosh: Stadtschloss-Figuren nach Potsdam
Lokales Potsdam Lea Rosh: Stadtschloss-Figuren nach Potsdam
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00:17 07.03.2014
Lea Rosh. Quelle: dpa
Potsdam

"Die Figuren waren eine Leihgabe. Jetzt steht das Schloss wieder und die Figuren gehören zurück nach Potsdam", sagte Rosh im Anschluss an ein von ihr moderiertes Gespräch zum Thema am Montagabend in Berlin. Kritik übte Rosh am Generaldirektor der Schlösserstiftung, Hartmut Dorgerloh, und an dessen Billigung des Verbleibs der Kunstwerke in Berlin.

Auf dem Podium saßen die Historikerin Annette Ahme, der Brandenburger Generalstaatsanwalt Erardo Rautenberg und der Berliner CDU-Politiker Uwe Lehmann-Brauns. Konsens in der Runde: Die Figuren müssen an ihren angestammten Platz auf dem Stadtschloss zurück. Zu diesem Zwecke soll eine paritätisch von Berlin und Brandenburg besetzte Kommission ins Leben gerufen werden, so der Vorschlag von Annette Ahme, der viel Beifall fand. Die Besetzung solle vorzugsweise aus den Reihen der Politik erfolgen; Denkmalschützer müssten außen vor bleiben, fordert Rosh unter Anspielung auf die Rolle des obersten Denkmalhüters der Hauptstadt. Landeskonservator Jörg Haspel ist ein entschiedener Gegner der Rückführung der Leihgaben nach Potsdam.

Ein weiterer Vorschlag, um den Figurenstreit gütlich beizulegen, drehte sich am Montag um ein mögliches Tauschgeschäft: Mehrere Marmorfiguren, die einst das Stadtschloss in Berlin schmückten und ans Potsdamer Neue Palais kamen, könnten heimkehren - im Gegenzug für die Rückkehr der Attika-Figuren, hieß es.

Von Ildiko Röd

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