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Potsdam Leckereien und Events zur Grünen Woche
Lokales Potsdam Leckereien und Events zur Grünen Woche
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18:09 11.01.2018
Die Braumanufaktur Forsthaus Templin stellt ihre Biere zur Grünen Woche vor, darunter das 1025-Jahre-Potsdam-Bier. Aus der Brauerei kommen aber auch ein Likör und ein Brand sowie der Oase-Apfelsaft von Hermannswerder. Quelle: Rainer Schüler
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Marquardt / Berlin

Auf Hermannswerder sind die Schüler des Jugendhauses „Oase“ Bauern geworden. In der historischen Obstplantage forsten sie den biozertifizierten Baumbestand auf, ernten und lassen Saft pressen. Mit dem gehen sie nun auf die Internationale Grüne Woche (IGW) Berlin. Dort können Besucher den Oase-Saft verkosten – ein sehr rares Produkt, denn das vergangene Erntejahr war „das besch... Apfeljahr ever“, wie Thomas Köhler von der Braumanufaktur Forsthaus Templin sagt. Sein Betrieb erzeugt in Handarbeit normalerweise 3000 bis 4000 Liter Apfelsaft pro Jahr, der fast komplett im Fortshaus ausgeschenkt wird, doch 2017 sind die Brauer vom Templiner See rund 200 Kilometer ins Land gefahren und konnten doch am Ende nur auf Hermannswerder Äpfel holen, gepflückt von Jugendlichen, die als Schulabbrecher und Schulverweigerer wieder ans Lernen und an eine berufliche Ausbildung herangeführt werden. 200 Liter Saft sind arm in der Menge ist, aber reich im Geschmack.

Oase-Chef Bodo Ströber schätzt diese Form der Landschaft: „Da lernen die Jugendlichen den Kreislauf des Lebens kennen und ein Produkt schätzen, das sie selbst gemacht haben“, sagt er: „Wenn die trotzdem lieber in den Supermarkt gehen und ein Tetrapak Saft aufreißen, läuft was falsch bei uns.“ Offenbar läuft es auf Hermannswerder richtig.

Die Landeshauptstadt Brandenburgs hat viel mehr zu bieten als Sehenswürdigkeiten, Parks und Seen. Auch die Landwirtschaft, die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und der ländliche Raum als Erlebnisregion haben einiges zu bieten, das einen Besuch der Grünen Woche lohnt.

Der Oase-Apfelsaft ist nicht das einzige Produkt, mit dem Köhler und sein Kompagnon Jörg Kirchhoff vom 19. bis 28. Januar zur weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau ziehen. Sie stellen ihr gesamtes, biologisch erzeugtes Bierspektrum vor und haben die seit rund 200 Jahren beliebte „Potsdamer Stange“ als Sonder-Edition „Potsdam 1025 Jahre“ dabei – so heißt das aktuelle Themenjahr der Stadt, die 1993 tausend Jahre alt war und nun vor allem auf die 25 Jahre danach zurückblickt. Das Sonderbier ist nur zu Sonderveranstaltungen zu haben, wird ansonsten nicht gehandelt.

Potsdam ist jetzt zum zehnten Mal in Folge auf der Grünen Woche, diesmal mit zwölf Ausstellern. „Schon immer“ seit der Wende sei das Obstgut Marquardt vertreten gewesen, sagt Gründer Manfred Kleinert, nur nicht all die Jahre auch als Teil des Potsdam-Standes. Auf einer Messevorstellung am Donnerstag im Schloss Marquardt empfahl Kleinert den regionalen Produzenten, sich stets Gemeinschaftsausstellern anzuschließen: „Allein kann man das auf der Grünen Woche gar nicht stemmen.“ Er wird nicht nur naturbelassene Äpfel als sein Hauptprodukt anpreisen, sondern vor allem für das immer beliebtere Selbstpflücken und das lehrreiche Miteinander von Schulen und Bauern werben. So kommen die Kinder der Fahrländer Regenbogenschule quer durch alle Klassenstufen vier Mal im Jahr auf die Plantagen. Was sie ernten, gilt als biologisch. „Die Kleinert-Erdbeeren sehen auch in der Marmelade noch richtig rot aus“, lobt Potsdams Marketingchefin Sigrid Sommer.

Was macht Potsdam auf der Messe?

Am Samstag, dem 20. Januar, ist „Potsdam-Tag“. Potsdam lädt am Nachmittag zum Bühnenprogramm in die Brandenburg-Halle 21a ein. Es gibt einen Mix aus Musik, Tanz, künstlerisch-sportlicher Darbietung und Interviews. Den musikalischen Auftakt übernimmt die Arnold Hänsch Jazzband.

Das Kindermusiktheater Buntspecht will mit Ausschnitten aus dem Stück „Robin Hood“ begeistern. Die „Bürgel-Dancing-Stars“ der Grundschule Bruno-H.-Bürgel haben intensiv geprobt, um ihre Tänze für die Besucher der Brandenburg-Halle professionell darzubieten.

Zum Abschluss des Programms ist der Auftritt von RokkaZ e.V. unter Leitung des 14-fachen HipHop Weltmeisters Sven Seeger geplant.

Fast zeitgleich kreieren die beiden Potsdamer Spitzenköche aus dem Restaurant „Die Tenne“ Neu Fahrland und dem Restaurant „Oscar“ im Mercure-Hotel Potsdam City unter dem Qualitätssiegel „Potsdamer Gastlichkeit 2017/2018“ an diesem Tag ein schmackhaftes Menü: Rahmsüppchen mit Kräutern von Gartenbau Buba, Geschnetzeltem vom Landschwein mit Winterwurzeln und Rosmarinkartoffeln und ein Überraschungsdessert.

Eine Gesamtübersicht bietet der Grüne-Woche-Flyer 2018 mit Angaben zu allen Ausstellern, Partnern, zum Bühnenprogramm und zur Besetzung des pro agro-Kochstudios am 20. Januar. Er ist im Bereich Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung erhältlich. Die detaillierten Informationen, welcher Aussteller an welchem Messetag am Stand 151 ist, können auch dem Programm-Flyer des brandenburgischen Agrar- und Umweltministeriums für die Brandenburg-Halle 21a zur IGW 2018 „Ein Ma(h)l durch Brandenburg“ entnommen werden. Dieser ist bereits unter www.mlul.brandenburg.de veröffentlicht.

Nicht nur Äpfel, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche und Erdbeeren kommen aus dem „Hause Kleinert“, auch kulinarische Extras: So hat Kleinerts Frau Heidi aus 20 Kochbüchern in 20 Jahren ein „Best of“ gemixt und in ihrer Küche einen Eierlikör aus Bratäpfeln erschaffen, der nicht mit schwerer Süße auffällt, sondern durch Fruchtigkeit. Zur Erstverkostung am Donnerstag im Schloss war er zwar noch so dick, dass man ihn mit spitzer Zunge aus dem Schnapsglas schlecken musste, aber bis zur Grünen Woche will sie ihn „gut trinkbar“ haben. Schon auf früheren Messen immens beliebt war „Heidis Apfel-Bowle“.

Als Event-Location ist das Schloss Marquardt ein eher ungewöhnlicher Aussteller auf der Grünen Woche. Doch am 23. März soll nach fünf Jahren Schloss-Restaurierung das Café eröffnen; vier Tage später beginnt dann auch die Hochzeitssaison 2018. Mehr als 300 teils prominente Hochzeitsfeiern haben seit 2010 hier stattgefunden. Castle-Manager Christian Schulze, erst seit Mai 2017 der „Herr von Marquardt“, stellt auf der Grünen Woche seinen Veranstaltungskalender vor, noch ist der in Arbeit.

Aussteller auf der Messe sind auch der Potsdamer SauenHain, der mit Wurstprodukten von Freiland-Schweinen aus der Freilandtierhaltung, und die Schokoladenwerkstatt „Galerie Délice“ aus der Friedrich-Ebert-Straße, die dieses Jahr den „Kalten Hund“ und „Kalten Welpe“ vorstellt.

Zu den langjährigen Partnern gehören der Imkerverein Groß Potsdam e.V., die Heinz Sielmann Stiftung, der Landschaftspflegeverein Potsdamer Kulturlandschaft e.V., Gartenbau Buba, das Reisebüro Perfect Holidays und die Foerster Stauden GmbH.

Von Rainer Schüler

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